Ärzte fehlt Minimalausrüstung
Schwieriger Kampf gegen Ebola in Uganda

dpa KAMPALA/NAIROBI. Die Bekämpfung der tödlichen Ebola-Seuche in Uganda wird durch Nachschubprobleme für die Ärzteteams erschwert. Das meldete am Mittwoch aus dem Krisengebiet Gulu (360 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala) der britische Rundfunksender BBC. So verfügten Ärzte und Krankenpfleger nicht mehr über genügend sterile Spezialmasken, um sich bei der Behandlung der Kranken selbst zu schützen. Lediglich Gummihandschuhe und improvisierte Gesichtsmasken aus Baumwolle stünden zu Verfügung. Bis Mittwoch sind nach offiziellen Angaben 39 Menschen der Seuche zum Opfer gefallen. 93 Menschen gelten als infiziert.

"Alle 24 Stunden zehn neue Fälle"

"Alle 24 Stunden kommen etwa zehn Fälle neu dazu", sagte der Seuchenexperte der Weltgesundheitsorganisation WHO, Nestor Ndayimirije, der BBC. Neue Ansteckungen wurden aus den überfüllten Flüchtlingslagern Atiak und Amoru gemeldet. "Alleine zwischen Dienstag und Mittwoch hat es 13 neue Fälle gegeben", bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kampala.

Nach Zeitungsberichten sind auch südlich der am schwersten betroffenen Stadt Gulu Ebola-Fälle aufgetreten. Die Behörden schickten zusätzliche Ärzte in die Region. Drei Verwaltungsdistrikte wurden unter Quarantäne gestellt.

Seuche könnte auf Nachbarländer übergreifen

In Kenia wurden Zweifel laut, ob es den Behörden tatsächlich gelingt, die Grenze zum Nachbarland wirksam abzuschotten. Der Radiosender Nation-FM meldete, am Dienstagabend sei ein Reisebus aus Uganda in Nairobi eingetroffen, ohne dass Ärzte die über 40 Passagiere untersucht hätten.

Unterdessen landeten Seuchenexperten der Vereinten Nationen in Kampala. Auch Experten aus den USA sind auf den Weg nach Afrika. Japan, Italien, Irland und Deutschland sagten laut Rundfunkberichten finanzielle Hilfe zu. Die Opfer des hochansteckenden Virus bluten aus allen Körperöffnungen und sterben qualvoll. Es gibt weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

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