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Ärztetag warnt vor Versagen des Gesundheitswesens

Der Deutsche Ärztetag hat erneut vor einem Versagen des Gesundheitswesens gewarnt. Der Auftrag zur professionellen Behandlung der Patienten sei "akut bedroht", hieß es in einer am Mittwoch in Rostock verabschiedeten Entschließung. Als Ausweg bleibe nur ein "schneller und tief greifender Wechsel der Gesundheitspolitik" im Lande.

dpa ROSTOCK. Während Politiker noch immer medizinfremde Leistungen von der Krankenversicherung bezahlen ließen, blieben nach Darstellung der Ärzte "dringende Gesundheitsbedürfnisse ganzer Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel der Kinder", auf der Strecke. Zudem müssten Menschen wegen zu enger Budgets oft Monate auf notwendige Operationen warten. Auch der medizinische Fortschritt gehe wegen Geldmangels an Deutschland vorbei: Auf notwendige Therapien mit neuen Medikamenten werde verzichtet, teure Geräte würden nicht angeschafft.

Die Konsequenzen lasteten auch auf den Ärzten, die vielfach unter schlechten Arbeitsbedingungen litten und wegen grober Missachtung des Arbeitszeitgesetzes extrem überlastet seien. Daher müssten dringende Probleme sofort gelöst werden. Das Land brauche mehr Einnahmen für das Gesundheitswesen vor allem durch den Stopp der Finanzierung versicherungsfremder Leistungen durch die Krankenversicherung. Auch die Familienmitversicherungen müssten gerechter gestaltet werden.

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