Äußerst knappes Ergebnis erwartet
Regierungskandidat führt bei Vize-Präsidentschaftswahl in Paraguay

afp ASUNCION. Mit Spannung hat Paraguay in der Nacht zum Montag die Ergebnisse der Wahl des Vize-Präsidenten erwartet. Nach Auszählung von 44,6 Prozent der abgegebenen Stimmen errang der Kandidat der regierenden Colorado-Partei, Felix Argaña, amtlichen Angaben zufolge lediglich 1,5 Prozent mehr Stimmen als sein Rivale von der Liberalen Partei, Julio César Franco. Nachwahlbefragungen ließen ebenfalls auf ein äußerst knappes Ergebnis schließen. Die Wahl war ohne Zwischenfälle verlaufen, wie die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) mitteilte. OAS-Vertreter hatten die Abstimmung beobachtet. Den Auszählungen zufolge lag die Enthaltung bei 38 Prozent.

Die Wahl eines neuen Vize-Präsidenten war notwendig geworden, nachdem Amtsinhaber Luis Maria Argaña im März 1999 ermordet worden war. Felix Argaña ist sein Sohn. Drahtzieher des Mordanschlags soll der frühere paraguayische Heereschef Lino Oviedo gewesen sein. Oviedo war im Juni nach siebenmonatiger Flucht in Brasilien festgenommen worden. Wegen eines Putschversuches 1996 wurde er bereits zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er steht außerdem in Verdacht, im Mai einen Putschversuch der Militärs angezettelt zu haben.

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