Äußerst niedrige Investitionsneigung
Dem Mittelstand geht das Geld aus

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland investieren nach einer Untersuchung des Wirtschaftsdienstleisters Creditreform immer weniger und bauen Arbeitsplätze ab.

Reuters MÜNCHEN. "Dem Mittelstand geht das Geld aus", sagte Helmut Rödl, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Vereine Creditreform am Dienstag in München. Seit 1979 befragt Creditreform zwei Mal im Jahr kleine und mittelständische Unternehmen nach ihren Geschäftserwartungen.

Noch nie seit 1979 hätten sich die Firmen so negativ zu ihrer Investitionsbereitschaft geäußert, sagte Rödl. 73,5 Prozent der Befragten seien nicht zu Investitionen bereit, verglichen mit 56,3 Prozent ein Jahr zuvor.

Die Umsatz- und Ertragsaussichten sind der Studie zufolge deutlich düsterer als noch vor Jahresfrist. Gesunken sei auch die Bereitschaft, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Nur noch 16,3 (Vorjahr 22,3) Prozent der befragten Firmen hätten im vergangenen halben Jahr neue Arbeitsplätze geschaffen, 32,4 (24,5) Prozent hätten dagegen Stellen abgebaut. Nur noch 7,6 (11,2) Prozent der Firmen wollten im kommenden halben Jahr neue Stellen schaffen. Der Mittelstand, zu dem die Creditreform Firmen mit bis zu 500 Beschäftigten und bis zu 50 Millionen Euro Umsatz zählt, beschäftigt den Angaben zufolge rund 60 Prozent aller Erwerbstätigen.

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