Affäre um angeblichen Hitler-Bush-Vergleich
Weißes Haus: Glauben Dementi nicht

Ein "ärgerlicher Vorfall" seien die Äußerungen der deutschen Justizministerin. Dass diese all das nicht gesagt haben will, hält der Sprecher des Weißes Hauses für wenig glaubhaft.

dpa WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush sieht in den Äußerungen von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) über die amerikanische Irak-Politik weiterhin einen "ärgerlichen Vorgang". Der Präsident habe in dieser Angelegenheit "sehr starke Gefühle", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Freitag.

Der Sprecher deutete zugleich an, dass die US-Regierung dem Dementi der Ministerin, die Bushs Irak-Kurs mit den Methoden Hitlers verglichen haben soll, wenig Glauben schenkt. Fleischer wies darauf hin, dass die Zeitung, die Däubler-Gmelin zitiert hatte, bei ihrer Darstellung bleibe. Auch Anwesende bei der Wahlkampf-Veranstaltung, bei der die Äußerung gefallen sein soll, hätten den Hitler-Vergleich bestätigt.

Fleischer wiederholte die Formulierung vom Vortag, derzufolge die US-Regierung Däubler-Gmelins Bemerkung für "empörend" und "unverständlich" halte. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert. Auf Journalisten-Fragen nach möglichen Konsequenzen seitens der USA für den Fall einer Wiederwahl von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) antwortete der Sprecher lediglich, er spekuliere nicht über den Ausgang von Wahlen.

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