Affäre um Bush-Hitler-Vergleich
Chefredakteur: Däubler-Gmelin lügt

Das "Schwäbische Tagblatt" bleibt dabei: Däubler-Gemlin habe Bush mit Hitler verglichen. Die Beteuerungen der Ministerin seinen gelogen.

dpa HAMBURG. Der Chefredakteur des "Schwäbischen Tagblatts", Christoph Müller, hat Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) nach dessen Auftritt vor der Bundespressekonferenz vorgeworfen, sie sei eine Lügnerin. "Ich habe noch nie einen Menschen so lügen sehen wie Herta Däubler-Gmelin", sagte er der "Welt am Sonntag". Er fügte hinzu, er sehe einer juristischen Auseinandersetzung gelassen entgegen: "Wir sind bereit zur Eidesstattlichen Versicherung, denn unsere Berichterstattung ist korrekt."

Däubler-Gmelin hatte zuvor bestritten, die Irak-Politik von US- Präsident George W. Bush mit Methoden der Nazis verglichen zu haben. Sie habe zwar den Namen "Adolf Hitler" in einem Gespräch mit Gewerkschaftern in Tübingen erwähnt, gleichzeitig aber deutlich gemacht, dass ein Zusammenhang zwischen Bush und Hitler nicht hergestellt werden dürfe. Einen Rücktritt lehnte sie ab. Das "Schwäbische Tagblatt" hatte die Affäre um Däubler-Gmelin mit einem Bericht über ihren angeblichen Vergleich der Irak-Politik von Bush mit den Methoden Adolf Hitlers ins Rollen gebracht.

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