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Afghanische Islamisten drohen mit Mord an entführten Wahlhelfern

Eine mit den Taliban verbündete Islamistengruppe hat mit der Ermordung der drei in Afghanistan entführten Wahlhelfer gedroht. Das meldete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP am Freitag.

dpa ISLAMABAD/KABUL. Eine mit den Taliban verbündete Islamistengruppe hat mit der Ermordung der drei in Afghanistan entführten Wahlhelfer gedroht. Das meldete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP am Freitag.

In dem Bericht wurde ein Anführer der bislang unbekannten Gruppe Jaish-ul-Moslaimeen, Sabir Momen, mit der Forderung zitiert, die US-Armee müsse innerhalb von sieben Tagen 15 Taliban- Kämpfer freilassen, die vor zwei Wochen in Südafghanistan gefangen genommen wurden. Zudem müssten die USA bis Freitag nächster Woche alle Gefangenen im US-Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba freigeben. Andernfalls werde die Gruppe die drei Ausländer enthaupten.

Bewaffnete Männer in Militäruniformen hatten am Donnerstag in Kabul den als UN-Fahrzeug gekennzeichneten Wagen der Wahlhelfer gestoppt und sie verschleppt. Bei den Entführten handelt es sich um Annetta Flanigan aus Nordirland, die Kosovo-Albanerin Shqipe Hebibi und den philippinischen Diplomaten Angelito Nayan.

Unterdessen nahmen die afghanischen Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit der Entführung drei Verdächtige fest. Die drei hätten Militäruniformen getragen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Lutfullah Maschal, in Kabul. In der Ortschaft Paghaman westlich von Kabul seien zudem sechs Diebe gefasst worden, die möglicherweise Verbindungen zu den Geiselnehmern hätten.

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