Afghanistan-Krieg soll in UN-Resolution nicht auftauchen
US-Regierung: Keine Feuerpause während der Winterspiele

Die US-Regierung plant keine Feuerpause in Afghanistan während der Olymischen Winterspiele im Februar in Salt Lake City. Im Vorschlag Washingtons für eine UN-Resolution zu den Spielen werde Afghanistan nicht erwähnt, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen im Weißen Haus.

afp WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush will demnach jedoch an der Tradition einer "olympischen Waffenruhe" festhalten. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses erläuterte, bedeutet dies, dass das jeweilige Gastgeberland der Spiele bei den Vereinten Nationen eine Resolution zur Sicherheit der Athleten einbringt. Es gehe um "sichere Durchfahrt" für Athleten durch Konfliktherde.

Rogge betonte, der Resolutionsentwurf der US-Regierung, der am 11. Dezember während der UN-Vollversammlung in New York angenommen werden soll, enthalte keinen expliziten Verweis auf den Krieg in Afghanistan. Bush werde vielmehr nach alter Tradition alle Athleten dazu aufrufen, bei den Winterspielen vom 8. bis 24. Februar in Salt Lake City friedlich gegeneinander anzutreten.

Der IOC-Präsident und frühere Olympia-Segler äußerte die Hoffnung, dass eines Tages auch ein afghanisches Team wieder an Olympischen Spielen teilnehmen werde. Auch müsse Frauen in Afghanistan wieder erlaubt werden, sich an Sportveranstaltungen zu beteiligen. Unter der Herrschaft der Taliban war Frauen die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen verboten.

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