Afghanistan
Obama verlangt mehr Einsatz von Europäern

Genau das wollte die Bundesregierung lieber nicht hören: Der führende demokratische US- Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat von den Europäern deutlich mehr Einsatz in Afghanistan gefordert. Die USA könnten dort nicht länger alleine die „Drecksarbeit“ machen.

HB BEAUMONT. „Ich habe sehr klar gesagt, dass wir von ihnen mehr Unterstützung brauchen“, sagte Obama. „Wir müssen vielleicht einige der Beschränkungen aufheben, die sie ihren Truppen dort auferlegt haben.“ Die Situation sei untragbar, wo „von den USA und Großbritannien verlangt wird, die Drecksarbeit zu machen, und niemand sonst sich tatsächlich Feuergefechte mit den Taliban liefern will“.

Die Hauptlast der Kämpfe in Afghanistan wird von den angelsächsischen Staaten sowie den Niederlanden getragen. Deutschland, Italien und Spanien beschränken ihre Truppeneinsätze auf die vergleichsweise ruhigen Teile des Landes. Die Bundesregierung hat wiederholt einen Einsatz der Bundeswehr im umkämpften Süden des Landes abgelehnt.

Zuvor hatte Obama zudem erklärt, er wäre nach einem Wahlsieg möglicherweise bereit, mit dem Iran, Syrien, Kuba, Venezuela und Nordkorea Gespräche aufzunehmen. Für diese Äußerungen wurde er von seiner innerparteilichen Konkurrentin Hillary Clinton und auch vom amtierenden US-Präsidenten George W. Bush kritisiert.

Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten sammeln Obama und Clinton derweil Rekordsummen zur Finanzierung ihrer Wahlkampagne. Clinton kam im Februar 35 Millionen Dollar. Aus ihrem Wahlkampfteam verlautete am Donnerstag, allein im Internet seien jeden Tag durchschnittlich eine Million Dollar (660 000 Euro) zusammengekommen.

Die Summe ist eine gute Nachricht für Clinton, deren Spenden im Januar deutlich gesunken waren. Ihr Team brachte damals fast 14 Millionen Dollar (neun Millionen Euro) zusammen, während ihr innerparteilicher Rivale Barack Obama 36 Millionen Dollar (24 Millionen Euro) sammelte. Zu den neuen Zahlen aus dem Clinton-Lager sagte Obamas Sprecher, man werde die eigenen Summen nicht veröffentlichen. Allerdings seien es deutlich mehr als 35 Millionen Dollar (23 Millionen Euro).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%