Afghanistan: Opposition in der Schusslinie
Taliban gehen nach Attentat auf Massud in die Offensive

dpa KABUL. Die Milizen der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan sind nach einem Attentat gegen ihren Hauptgegner Ahmed Schah Massud am Montag in die Offensive gegangen. Während es weiterhin widersprüchliche Meldungen über das Schicksal Massuds gab, griffen die Taliban-Kräfte die Milizen Massuds rund 50 Kilometer nördlich von Kabul an. Sie setzten Bodentruppen und Flugzeuge ein.

Ein Taliban-Sprecher sagte der Agentur Afghan Islamic Press, die Gegner seien vier Kilometer weit zurückgeschlagen worden. Gegen Massud, der mit seinen Kräften rund zehn Prozent des Landes hält, war am Sonntag ein Anschlag verübt worden. Zwei angeblich arabische Journalisten zündeten während eines fingierten Interviews eine in einer Fernsehkamera versteckte Bombe. In einigen Meldungen heißt es, Massud sei bei dem Attentat getötet, in anderen, er sei nur verletzt worden. Ein Bruder Massuds sagte dem Nachrichtensender CNN, der Führer der Taliban-Gegner erhole sich von seinen Verletzungen. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete dagegen, Massud sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

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