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Afghanistan: US-Militär bedauert tödlichen Fehler

Das US-Militär hat nach einem Bericht des Senders ABC vom Montag zugegeben, dass bei einem nächtlichen Angriff auf ein Dorf in der Nähe der südafghanischen Stadt Kandahar den US- Soldaten ein tödlicher Fehler unterlaufen sei.

dpa WASHINGTON. Bei der Attacke auf Hazar Kadam vor zwei Wochen seien mindestens 15 Menschen getötet worden, die irrtümlich für Kämpfer der radikal-islamischen Talibanmilizen gehalten worden waren, berichtete ABC weiter.

Der Sender habe aus dem Verteidigungsministerium erfahren, dass US-Elitesoldaten in das Dorf zurückgekehrt seien und ihr Bedauern darüber ausgedrückt hätten, dass einige der Opfer unschuldige Zivilisten gewesen seien. Den Familienangehörigen der bei dem Angriff Getöteten seien jeweils 1 000 Dollar (1 150 Euro) gezahlt worden.

Die US-Soldaten hatten bei der Operation 27 Personen festgenommen. Nach US-Militärangaben werden die meisten davon wieder frei gelassen. Wie das Pentagon mitteilte, sind mindestens zwei der Gefangenen Taliban-Kämpfer, sie würden in Gewahrsam bleiben.

Afghanische Quellen sprachen von 21 Toten, das US-Militär nannte die Zahl von 15 Todesopfern. Unterschiedliche Angaben gibt es auch über die Herkunft der Entschädigungszahlung. Während US-Beamten erklären, nicht das US-Verteidigungsministerium sondern die afghanische Übergangsregierung habe das Geld zur Verfügung gestellt, hieß laut afghanische Angaben, der US-Geheimdienst CIA habe die jeweils 1 000 Dollar zur Verfügung gestellt. Die CIA bestritt jedoch diese Angaben, berichtete ABC.

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