AG erwägt Verkauf des Geschäftsbereichs
Loewe: Telekom-Bereich belastet Gesamtergebnis

Die Loewe AG, Kronach, prüft nach eigenen Angaben den Verkauf oder Ausstieg aus dem defizitären Bereich Telekommunikation. Eine Entscheidung werde voraussichtlich bis Anfang Dezember fallen, teilte der Vorstandsvorsitzende Rainer Hecker am Donnerstag mit.

vwd MÜNCHEN. Hinter der bisherigen Prognose eines Umsatzwachzuwachses von acht bis zehn Prozent und einer Steigerung beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als 15 % im laufenden Geschäftsjahr setzte das Unternehmen wegen der noch anstehenden Entscheidungen im Telekommunikationsgeschäft ein Fragezeichen.

Das Segment verzeichnete wegen Preisanpassungen und Anlaufverzögerungen bei neuen Produkten in den ersten neun Monaten ein negatives EBIT von 1,2 Mill. EUR. "Die nicht zufriedenstellenden Zahlen des Geschäftsbereichs Telekommunikation bei Umsatz und Ergebnis schmälern das positive Bild des Gesamtkonzerns Loewe", sagte Hecker. Von einer möglichen Schließung des Bereichs wären etwa 30 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen geht in diesem Fall jedoch von keinen betriebsbedingten Kündigungen aus. Vielmehr würden die Mitarbeiter dann in anderen Bereichen des Konzerns eingesetzt werden.



Hecker bekräftigte, dass es ab 2002 in jedem Falle durch die Telekommunikation zu keinen weiteren Ergebnisbelastungen mehr kommen werde. Im dritten Quartal stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 25 % auf 6,6 Mill. Euro und der Umsatz um sechs Prozent auf 94,4 Mill. Euro. Dabei sei es im Inlandsgeschäft wegen der flauen Entwicklung im Telekommunikationssparte zu Umsatzrückgängen gegekommen.

Dem gegenüber habe der Geschäftsbereich Home Media Systems, auf den rund 90 % des Loewe-Geschäfts entfallen, nicht zuletzt wegen der positiven Absatzentwicklung auf den europäischen Kernmärkten weiter zulegen können. Hier würden die angestrebten Ziele laut Hecker sicher erreicht. In den ersten neun Monaten kletterten der Umsatz um acht Prozent auf 265,5 Mill. EUR und das EBIT um 19 % auf 19,1 Mill. Euro. Das Kronacher Unternehmen strebt nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden im Gesamtjahr einen leicht positiven Cash-flow an. Die Loewe-Aktie wird Ende Dezember in den MDax aufgenommen.

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