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Agassi meldet sich mit 59. Turniersieg zurück

dpa CINCINNATI/BERLIN. Andre Agassi strahlte über das ganze Gesicht und stemmte stolz seine erste Trophäe seit mehr als 15 Monaten in die Luft: Mit dem Erfolg beim Masters-Turnier in Cincinnati beendete der Tennis-Altmeister seine längste sportliche Durststrecke seit sechs Jahren.

dpa CINCINNATI/BERLIN. Andre Agassi strahlte über das ganze Gesicht und stemmte stolz seine erste Trophäe seit mehr als 15 Monaten in die Luft: Mit dem Erfolg beim Masters-Turnier in Cincinnati beendete der Tennis-Altmeister seine längste sportliche Durststrecke seit sechs Jahren.

Er holte sich damit den 59. Turniersieg seiner Karriere. Der 34-Jährige bezwang im Endspiel den Australier Lleyton Hewitt 6:3, 3:6, 6:2 und entschädigte sich für eine bisher enttäuschend verlaufene Saison.

"Das gibt mir ein neues Leben", sagte Agassi, dem nichts vom hart umkämpften Halbfinale gegen Andy Roddick anzumerken war. "Es waren harte 24 Stunden, aber mein Körper hat sehr gut durchgehalten. Jetzt ernte ich die Früchte meiner Arbeit", sagte der für seinen Trainingsfleiß bekannte Ehemann von Steffi Graf. Der Olympiasieger von 1996, der auf die Spiele in Athen verzichtet, schob sich damit unter die Favoriten für die US Open, die in drei Wochen beginnen.

Agassi hatte in diesem Jahr mit dem Erstrunden-Aus bei den French Open und seiner Absage für Wimbledon wegen einer Hüftverletzung zwei herbe Tiefschläge verkraften müssen. "In den vergangenen Monaten gab es eine Menge Enttäuschungen. Ich war am Tiefpunkt, als ich hierher kam und hatte eine Menge Fragen. Dass ich hier gewinnen würde, hätte ich mir nicht vorstellen können", bekannte er.

Mit dem 17. Sieg bei einem Masters-Turnier und dem bereits dritten in Cincinnati nach 1995 und 1996 ist Agassi der älteste Turniersieger seit 1989. Damals hatte Jimmy Connors im Alter von 37 Jahren in Toulouse und Tel Aviv gewonnen. Mit der Siegprämie von 400 000 $ verdoppelte Agassi auf einen Schlag sein Preisgeld in dieser Saison.

Hewitt half ihm dabei mit einigen Fehlern in entscheidenden Momenten. Der elf Jahre jüngere, frühere Weltranglisten-Erste beendete das Match mit einem Doppelfehler. "Wer im Satz als erster aufschlug, konnte danach beim Return mehr riskieren. Darin ist Andre ein Meister, und genau das hat er im ersten und dritten Satz gemacht", erklärte Hewitt, der seinen 22. Turniersieg verpasste.

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