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Agassi nach Klassematch wieder in einem Finale

Cincinnati (dpa) - Tennis-Altmeister Andre Agassi hat mit einer Klasseleistung alle Rücktrittsgerüchte vorübergehend verstummen lassen und erstmals in dieser Saison ein Endspiel erreicht.

Cincinnati (dpa) - Tennis-Altmeister Andre Agassi hat mit einer Klasseleistung alle Rücktrittsgerüchte vorübergehend verstummen lassen und erstmals in dieser Saison ein Endspiel erreicht.

Im Duell der Generationen gewann der 34-Jährige im Halbfinale des Masters-Turniers von Cincinnati 7:5, 6:7 (2:7), 7:6 (7:2) gegen Vorjahressieger Andy Roddick. Gegner im Finale ist der frühere Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt aus Australien.

«Jeden Tag muss ich Fragen zu meinem Rücktritt beantworten - heute Abend nicht», sagte Agassi nach dem 807. Erfolg seiner großen Karriere. Damit schob er sich in der Rangliste der Spieler mit den meisten gewonnenen Matches an Stefan Edberg vorbei auf den fünften Platz. «Wenn ich eines weiß, dann ist es, dass man Andre Agassi nie abschreiben darf. Er hat seinen Schläger sprechen lassen, und der hatte eine Menge zu sagen», meinte der 21-jährige Roddick nach der fünften Niederlage gegen Steffi Grafs Ehemann im sechsten Vergleich.

Nach Nicolas Kiefer hatte Roddick zuvor im Viertelfinale gegen Thomas Haas den zweiten deutschen Spieler in der laufenden Woche ausgeschaltet. Beim 3:6, 3:6 musste Haas im fünften Vergleich die erste Pleite gegen den letztjährigen US-Open-Gewinner hinnehmen. «Ich bin über diese Niederlage natürlich enttäuscht. Ich hatte mir besonders nach dem guten Start in dieses Match mehr ausgerechnet», sagte Haas, dem ein frühes Break gelungen war.

Agassi schaffte in einer engen Partie gegen Roddick nach einem unglaublichen Return das einzige Break zum 6:5 im ersten Satz. In den beiden Tiebreaks nutzen beide Spieler jeweils kleine Schwächephasen des anderen. Mit einem Ass beendete Agassi das Match, winkte strahlend den 10 500 begeisterten Fans zu und ballte sogar die Faust. Der zweimalige Sieger von Cincinnati hatte zuletzt beim Masters Cup im vorigen November in Houston in einem Endspiel gestanden und war dort chancenlos gegen den Schweizer Roger Federer. Gegen Hewitt bestritt er das 86. Finale seiner Laufbahn. Der US-Open-Sieger von 2001, der vor zwei Jahren erstmals im Endspiel von Cincinnati stand, hatte es beim 6:3, 6:2 über den Spanier Tommy Robredo viel leichter.

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