Agenda 2010
IG Metall heizt Streit mit SPD an

Der Streit innerhalb der Gewerkschaften um die Agenda 2010 von Kanzler Gerhard Schröder geht in eine neue Runde. IG-Metall-Vize Jürgen Peters sagte dem Handelsblatt, das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften könnte dauerhaft Schaden nehmen, sollte die Partei auf ihrem Sonderparteitag das Reformprogramm unverändert beschließen.

gof/huh/pt BERLIN. Wenn die SPD die sie tragende Gewerkschaftsbewegung so düpiere, dann müsse sie sich über wachsende Distanz nicht wundern. "Dann trifft sicher der Satz doppelt zu: Es bleibt nichts so, wie es ist." Der Chef der IG Bau, Klaus Wiesehügel, warnte Schröder davor, politische Forderungen mit seiner Person zu verknüpfen. Wer dies häufiger tue, müsse "irgendwann auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen".

Dagegen kritisierte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hubertus Schmoldt, den Konfrontationskurs von IG Metall und Verdi. "Das Schlimmste, was uns in diesem Land passieren kann, ist Sprachlosigkeit zwischen den Gewerkschaften und der Bundesregierung", sagte Schmoldt. Er warf IG-Metall-Chef Zwickel und Verdi-Chef Bsirske vor, durch ihre Absage des Treffens mit Schröder Chancen vertan zu haben.

Der DGB will heute ein Gegenkonzept zur Agenda 2010 vorlegen. Es sieht zusätzliche Ausgaben zur Konjunkturbelebung und eine höhere Neuverschuldung vor. In ihrem Antrag für den SPD-Sonderparteitag, der gestern bekannt wurde, halten die SPD-Linken an Hauptforderungen fest. So soll auf Änderungen beim Krankengeld sowie die geplante Senkung des Spitzensteuersatzes verzichtet werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%