Aggressive Filmspots und Plakate
Kampagne gegen Filmpiraterie gestartet

Mit einer groß angelegten Kampagne will die deutsche Filmindustrie die dramatisch zunehmende Filmpiraterie eindämmen. "Die Filmspots und Plakate sollen aggressiv und witzig sein, damit wir mit der breiten Bevölkerung ins Gespräch kommen", sagte die Geschäftsführerin Zukunft Kino Marketing, Elke Esser, am Donnerstag in Berlin.

HB BERLIN. Die Filmwirtschaft erwartet allein in diesem Jahr einen Schaden von etwa einer Milliarde Euro. Tausende Arbeitsplätze seien betroffen, betonten Vertreter der Filmwirtschaft auf einer Pressekonferenz.

Einer neuen Studie zufolge brennen oder downloaden in Deutschland sechs Millionen Menschen jeweils zehn Kopien im Schnitt. Man rechnet dabei mit 180 Millionen Konsumenten. Dabei nutze die organisierte Kriminalität die neuen Technologien ebenso wie der normale Kinofan, dem es an Unrechtsbewusstsein in diesem Fall fehle. Oft werde das illegale Kopieren "in der Qualität von Schwarzfahren oder Falschparken" eingestuft, meinten Vertreter der Filmwirtschaft.

Allein von Januar bis August 2003 haben 5,1 Mill. Deutsche etwa 30,3 Mill. CDs oder DVDs mit Spielfilmen gebrannt - ein rasanter Anstieg im Vergleich zu 2002. Im gesamten vergangenen Jahr waren es "nur" 27 Millionen gewesen, ergab die neueste "Brennerstudie" der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin. Von "Good bye, Lenin" waren in den ersten sechs Monaten bereits fast 800 000 illegale Kopien aufgetaucht. Laut Produzent Stefan Arndt könne seine Firma X-Filme dadurch drei "zum Beispiel auch wagemutige" Filme weniger finanzieren.

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