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Ahold steigert Überschuss im 2. Quartal weniger stark als erwartet

Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat im zweiten Quartal seinen Gewinn weniger stark gesteigert als erwartet. Aufgrund einer niedrigeren Zinslast stieg der Nettogewinn von drei auf 32 Mill. €. Analysten hatten einen Wert von 55 bis 114 Mill. € erwartet. Ahold hatte die Vergleichzahlen des Vorjahres angepasst.

dpa-afx ZAANDAM. Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat im zweiten Quartal seinen Gewinn weniger stark gesteigert als erwartet. Aufgrund einer niedrigeren Zinslast stieg der Nettogewinn von drei auf 32 Mill. ?. Analysten hatten einen Wert von 55 bis 114 Mill. ? erwartet. Ahold hatte die Vergleichzahlen des Vorjahres angepasst.

Der operative Gewinn ging von 222 auf 169 Mill. ? zurück und verfehlte ebenfalls die Erwartungen. Dabei hätten Wertberichtigungen im US-Einzelhandel und in Südamerika belastet. Beim Umsatz verbuchte Ahold wie bereits im Juli gemeldet einen Rückgang von 4,9 % auf 12,3 Mrd. ?. Hauptursache hierfür waren negative Währungseffekte.

Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum Ende des Berichtsquartals auf 9,6 Mrd. ? und lagen damit nur geringfügig unter dem Wert des Vorquartals.

Das Einzelhandelsgeschäft in den USA leide weiterhin unter dem großen Wettbewerbsdruck, sagte Ahold-Chef und Präsident Anders Moberg. Wertberichtigungen und die Integrationskosten der US-Supermarktketten Giant Landover und Stop & Shop hätten ebenfalls belastet. So sei der Umsatz im US-Einzelhandel zurück gegangen. Der operative Gewinn vor Wertberichtigungen, Firmenwertabschreibungen und Sonderposten sei ebenfalls gesunken.

Stark entwickelt hat sich hingegen das Europa-Geschäft. Hier konnte Ahold seinen operativen Gewinn auf 67 Mill. ? mehr als verdoppeln. Die amerikanische Tochter US Foodservice wies ebenfalls steigende Umsätze und mit 36 Mill. $ ein wieder positives operatives Ergebnis aus. Hauptursache waren dem Konzern zufolge Kosteneinsparungen. Der Lebensmittellieferant für Hotels und Restaurants war im vergangenen Jahr Ausgangspunkt eines Bilanzskandals, in dessen Folge mehrere Manager ihren Hut nehmen mussten.

Ahold befinde sich in einem Jahr des Übergangs, betonte Moberg und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. 2004 sollten alle Geschäftseinheiten durch Restrukturierung und eine straffere Organisation auf profitables Wachstum ausgerichtet werden. Der Einzelhandel dürfte weiterhin mit dem starken Preisdruck in der Branche zu kämpfen haben, vor allem in den USA. Die Tochter US Foodservice solle im laufenden Jahr operativ schwarze Zahlen schreiben. Nicht später als 2006 dürfte dann laut Ahold das Ergebnisniveau von 2002 übertroffen werden.

Mit seinem Verkaufsprogramm liegt der Konzern den Angaben nach voll im Plan. Bis Ende des Jahres dürfte die Veräußerung des Spanien-Geschäfts und der US-Supermärkte BI-LO und Bruno's abgeschlossen sein.

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