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Aicher hält an Angebot für Maxhütte fest

adx SULZBACH/ROSENBERG/MÜNCHEN. Der Alt-Eigentümer der Maxhütte, Max Aicher, hält trotz des gescheiterten Bietverfahrens an seinen Plänen fest, das Oberpfälzer Stahlwerk zu übernehmen. Er habe nach wie vor ein "grundsätzliches Interesse am Erhalt der Hochofen-Technologie im Stahlwerk und am Erhalt des Rohrwerkes der Neuen Maxhütte", sagte Aicher am Donnerstag in München. Er sehe gute Chancen, im Vergleichsverfahren den Zuschlag für seine Unternehmensgruppe zu erhalten. Bis Ende des Jahres sei der Zwangsvergleich abgeschlossen. Bis dahin gingen die Verhandlungen um die Zukunft der oberpfälzischen Stahlindustrie weiter. Verwundert zeigte sich Aicher über das schwache Angebot des Stahlunternehmers Jürgen Großmann, dessen Vorschläge sowohl für das Rohrwerk als auch für das Stahlwerk durch den Konkursverwalter Jobst Wellensiek abgelehnt worden seien.

Wenig Hoffnung machte Aicher zugleich den Beschäftigen des Stahlwerkes: "Der Personalbestand ist zu hoch. Er muss geringer werden, um wirtschaftlich arbeiten zu können", sagte Aicher. Er gehe davon aus, dass etwa 250 der 850 Beschäftigten entlassen werden müssen.

Der Freilassinger Unternehmer forderte Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter auf, wieder sachlich und fair miteinander zu verhandeln. "Streik und vielleicht Sabotage können nicht der Weg sein, um die Zukunft für die Beschäftigten der Maxhütte zu sichern", sagte der umstrittene Aufsichtsratsvorsitzende des Rohrwerks Neue Maxhütte. Er war von Betriebsräten, Gewerkschaften und Politikern für seine unnachgiebige Verhandlungsstrategie massiv kritisiert worden. Die Belegschaft der Maxhütte hatte den Betrieb zur "Aicher-freien Zone" erklärt. Aicher wies Vorwürfe zurück, sich und seine Unternehmensgruppe auf Kosten der Maxhütte zu bereichern. Die Staatsregierung forderte der Unternehmer auf, sich in den Verhandlungen mehr zurückzuhalten. "Es wäre gut, wenn sich die Politik weniger um die Wirtschaft kümmern würde", meinte Aicher.

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