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Ailton hat UI-Cup plötzlich lieb - Heynckes lobt Rost

Finanzchef Josef Schnusenberg ist erleichtert, Torjäger Ailton endlich glücklich, und auch Jupp Heynckes blickt nach dem Einzug des FC Schalke 04 in den Uefa-Pokal wieder wesentlich entspannter in die Zukunft.

dpa LIBEREC/GELSENKIRCHEN. Finanzchef Josef Schnusenberg ist erleichtert, Torjäger Ailton endlich glücklich, und auch Jupp Heynckes blickt nach dem Einzug des FC Schalke 04 in den Uefa-Pokal wieder wesentlich entspannter in die Zukunft.

"Wir haben uns zum zweiten Mal hintereinander über den UI-Cup für den Europapokal qualifiziert. Das gibt Moral und Selbstvertrauen. Der Gegner hat bis zur letzten Minute toll gekämpft. In der Endphase hatten wir das nötige Glück, um zu gewinnen", sagte der 59 Jahre alte Trainer des Fußball-Bundesligisten nach dem 1:0 im Final-Rückspiel beim tschechischen Vertreter Slovan Liberec.

Nach dem Zittersieg galt der Dank der Verantwortlichen insbesondere dem überragenden Torhüter Frank Rost und Stürmer Ailton. Mit dem Siegtor in der 87. Minute, seinem vierten Treffer im Wettbewerb, bescherte der Brasilianer seinem neuen Club den sechsten Sieg im sechsten UI-Cup-Spiel und sorgte für kollektives Aufatmen. "Ailton heißt jetzt Uilton", schwärmte der "Fußballer des Jahres", der sich vor seinem Wechsel nach Schalke eher abfällig über den UI-Cup geäußert hatte. Nun jedoch verschafft ausgerechnet der ungeliebte "Strohhalm-Cup" dem in dieser Bundesliga-Saison noch erfolglosen Top-Torjäger wichtige Erfolgserlebnisse: "Ich hoffe, dass ich jetzt auch in der Liga schnell treffe. Am besten schon gegen Hansa Rostock."

Fast noch bedeutsamer als Ailtons Tor "im richtigen Moment" (Frank Rost) war die Leistung des Schalke-Keepers. Als der Druck des Kontrahenten in der Schlussphase immer größer wurde wurde, behielt Rost die Nerven und brachte die Slovan-Angreifer mit zahlreichen Glanzparaden zur Verzweiflung. Angesichts des knappen 2:1-Vorsprungs aus dem Hinspiel wäre ein Gegentreffer womöglich der K.o. gewesen. Doch weder Michael Pospisil, Josef Valachovic, Petr Lukas, Tomas Zapotocny oder Karol Kisel konnten Rost bei ihren Großchancen überwinden.

"Er hat ein herausragendes Spiel gemacht. Er war der Garant für den Sieg", lobte Heynckes seinen "Weltklasse-Torhüter". Auch vor dem Spiel und in der Halbzeit habe der Kapitän die Mitspieler angespornt und mitgerissen. Für Rost eine Selbstverständlichkeit. "Es ist ganz normal, dass es in einer Mannschaft Leute geben muss, die vorne weg gehen. Aber meine persönliche Leistung steht nicht im Vordergrund. Wir wollen als Team Erfolg haben", sagte Rost. Er hoffe, dass "wir diesen Schub mitnehmen und uns auch in der Meisterschaft steigern".

Nun wünschen sich alle ein gutes Uefa-Cup-Los. Vermutlich erwartet Schalke für die erste Hauptrunde als gesetztes Team eine lösbare Aufgabe. Das Erreichen der neu eingeführten Gruppenphase nach der ersten K.o.-Runde ist nun das erklärte Ziel. Erst mit den dann garantierten zwei Heimspielen, so rechnet Finanzchef Schnusenberg vor, winken zusätzliche Einnahmen von rund "fünf Mill. ?". Geld, das der Revierclub gut gebrauchen kann.

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