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Ailton nur noch „Luxusproblem“ auf Schalke

Noch vor fünf Wochen gab es Sorgen zuhauf, in den vergangenen Tagen nur noch ein Luxusproblem. Wie positiv sich die Stimmung beim FC Schalke nach der Trennung von Jupp Heynckes entwickelt hat, beweist die Diskussion um Ailton.

dpa GELSENKIRCHEN. Noch vor fünf Wochen gab es Sorgen zuhauf, in den vergangenen Tagen nur noch ein Luxusproblem. Wie positiv sich die Stimmung beim FC Schalke nach der Trennung von Jupp Heynckes entwickelt hat, beweist die Diskussion um Ailton.

Vor dem ersten Spiel der Gruppenphase im Uefa-Pokal vor heimischer Kulisse gegen den FC Basel wurde beim Revierclub nicht über Finanzen oder die zurückliegende Trainersuche, sondern über die drohende Verbannung des Bundesliga-Torschützenkönigs auf die Ersatzbank diskutiert. "Ailton hat ja selbst gesagt, dass er noch nicht wieder die Form hat, die er von sich erwartet und die wir brauchen", meinte Coach Ralf Rangnick vielsagend.

Nach dem mit einem 1:0-Erfolg beim FC Bayern veredelten sportlichen Auswärtstrend ist die von Schwierigkeiten begleitete Integration des Neueinkaufs in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Weil sowohl Gerald Asamoah als auch Ebbe Sand derzeit einen guten Lauf haben und der zuletzt gesperrte Regisseur Lincoln wieder zur Verfügung steht, scheint für Ailton gegen Basel kein Platz in der Startformation zu sein. Gut möglich, dass sich der Brasilianer nach seinem einwöchigen Heimaturlaub und dem Comeback beim Spiel in München erneut in Geduld üben muss.

Dennoch ist es Rangnick bisher gelungen, seinen exzentrischen Star bei Laune zu halten. Wohl auch deshalb, weil er Ailton glaubhaft versicherte, dass er in seinen Planungen eine zentrale Rolle spielt. Gelingt dessen Eingliederung, könnte der wiedererstarkte FC Schalke künftig noch mehr von sich reden machen. Der Fußball-Lehrer ist zuversichtlich: "Wir haben in München hochverdient gewonnen. Und das, obwohl Toni noch keine Topform hat. Was wird erst, wenn wir weiter so spielen und auch er wieder ganz der Alte ist."

Heimsiege über Basel und dann gegen das Bundesliga-Überraschungsteam aus Mainz sollen für weiteren Rückenwind sorgen. "Wir können gleich zwei, drei Schritte nach vorn machen", sagte Rangnick, dessen Team in den bisherigen acht internationalen Auftritten des Jahres acht Mal gewann. Trotz dieser Bilanz ist beim ersten Spiel in der Gruppe A mit den Gegnern FC Basel, Heart of Midlothian, Ferencvaros Budapest und Feyenoord Rotterdam Vorsicht geboten. Immerhin besiegte das Schweizer Team von Trainer Christian Gross in der Vorbereitung den FC Schalke mit 3:0. Für Rudi Assauer ist das Schnee von gestern. Unmissverständlich gab der Manager die Marschroute vor: "Unser Ziel ist es, im Uefa-Cup zu überwintern. Den Kader dafür haben wir."

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