Airbus-Auslieferungen sinken wegen Terroranschlägen: EADS schwingt sich 2001 auf Rekordhöhe

Airbus-Auslieferungen sinken wegen Terroranschlägen
EADS schwingt sich 2001 auf Rekordhöhe

Mit einem Umsatzanstieg auf rund 31 Mrd. ? hat Europas führender Luft- und Raumfahrtkonzern EADS im vergangenen Jahr seine Ziele übererfüllt.

dpa PARIS/ MÜNCHEN. Auch die Auftragseingänge von mehr als 60 Mrd. ? liegen über den Planungen. Ursprünglich war ein Erlöszuwachs von mindestens 20 % auf rund 29 Mrd. ? erwartet worden. Herausgekommen sind rund 28 % Umsatzplus. EADS-Co-Chef Philippe Camus zeigte sich am Donnerstagabend in Paris mit dem Resultat voll zufrieden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe erwartungsgemäß um 15 % zugelegt.

Camus rechnet jedoch damit, dass «2002 ein schwierigeres Jahr wird», vor allem für die größte Tochter Airbus, die mit den negativen Folgen auf den Luftfahrtmärkten nach dem 11. September zu kämpfen hat. Im vergangenen Jahr habe Airbus seinen Rivalen Boeing bei den Bestellungen aber erneut abgehängt.

Airbus-Auslieferungen sinken wegen Terroranschlägen

Angesichts deutlich fallender Flugzeugbestellungen der Airlines nach den Terroranschlägen in den USA hat auch Airbus seine Produktion bereits zurückgefahren. Camus hielt an bisherigen Aussagen fest, dass die Airbus-Auslieferungen im laufenden Jahr voraussichtlich auf 300 nach 320 im Vorjahr sinken werden. Die EADS-Zahlen werden vor allem von dem größten europäischen Flugzeughersteller geprägt, an dem EADS zu 80 % beteiligt ist.

Eine Umsatz- oder Gewinnprognose für das laufende Jahr wagte Camus noch nicht. Angesichts des nachlassenden zivilen Flugzeugbaugeschäfts werde EADS verstärkt auf den Militärbereich setzen. Er verwies vor allem auf die hochlaufende Fertigung sowohl beim europäischen Jagdflugzeug Eurofighter als auch beim Kampfhubschrauber NH 90. Auch in der Raumfahrt solle die laufende Neustrukturierung Früchte tragen.

EADS wollte Medienspekulationen, wonach Europas größter Raumfahrtkonzern Astrium eine neue Führungsspitze erhält, noch nicht kommentieren. EADS hält an Astrium mit 75 % die Mehrheit. Nach Informationen der «Financial Times Deutschland» (Freitagsausgabe) wird Astrium-Chef Armand Carlier in Kürze das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Dabei werden Zusammenhänge mit der Neuausrichtung vermutet. Nachfolger solle der 42-jährige Franzose Antoine Bouvier werden, der erst im Herbst die Leitung der Sparte Zivilhubschrauber beim EADS-Hubschrauberkonzern Eurocopter übernommen habe.

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