Airbus-Hersteller rechnet erst für 2004 mit Aufschwung
EADS hat trotz Luftfahrtkrise mehr gespart als geplant

Der europäische Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS hat mehr gespart als geplant. "Wir hatten für das Jahr 2001 mit Einsparungen in Höhe von 60 Millionen Dollar gerechnet. Das haben wir im vergangenen Jahr bei weitem übertroffen", sagte Philippe Camus, einer der beiden Vorstandsvorsitenden von EADS, in New York.

kk NEW YORK. EADS war aus der Daimler-Chrysler-Tochter Dasa, der französischen Aerospatial-Matra und der spanischen Casa hervorgegangen. Die Geschäftsergebnisse für 2001 wird der Konzern am 18. März verkünden.

Wegen der Krise in der Luftfahrtbranche rechnet Camus nicht vor 2004 mit einem Anstieg bei der Auslieferung von Flugzeugen. Nach den Terroranschlägen in den USA hatten viele Fluggesellschaften ihre Aufträge zum Teil storniert. Der amerikanische Konkurrent Boeing hatte wenige Wochen nach den Anschlägen angekündigt, 30 000 Mitarbeiter im zivilen Flugzeugbau zu entlassen. Airbus hat bisher versucht, Entlassungen durch Teilzeit und Frührentenregelungen zu umgehen.

Derzeit nimmt zwar die Zahl der Passagiere wieder zu und die Fluggesellschaften aktivieren Strecken, die sie nach den Terroranschlägen gestrichen hatten. "Aber ich glaube, dass der Flugverkehr das Niveau aus der Zeit vor dem 11. September erst im ersten oder zweiten Quartal 2003 wieder erreichen wird", sagte Camus. Für die Flugzeugbauer bedeute das, dass die Airlines erst 2003 neue Maschinen bestellen und 2004 dann auch die Zahl der Auslieferungen steigt.

Der französische EADS-Chef sieht für sein Unternehmen trotzdem einen positiven Trend. Im Moment erhole sich der Flugverkehr zwischen Großflughäfen, die als Verkehrskreuze ("Hubs") dienen, schneller als der Verkehr zwischen kleineren Flughäfen. Das sei positiv für das geplante neue Großraumflugzeug von Airbus, den A380.

Das Konkurrenzprodukt von Boeing, der schnelle "Sonic Cruiser" gilt dagegen als besser geeignet für den Verkehr zwischen kleineren Zielflughäfen. Camus will die beiden Flugzeuge nicht miteinander vergleichen. In Hinblick auf den Militär-Airbus A400M äußerte sich Camus optimistisch. "Ich bin zuversichtlich, dass die europäische Beschaffungsagentur Occar den Vertrag vom 18. Dezember in Kraft treten lässt", sagte er.

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