Airline-Aktien brechen ein
Dow Jones erholt sich von dramatischen Verlusten

Nachdem der Dow Jones zeitweise die Marke von 9 000 Punkten unterschritten hatte, hat der Index zu einer Erholung angesetzt. Gegen 16.30 Uhr und stand er bei 9119 Punkten. Das ist noch ein Minus von 488 Zähler.

vwd/afp/rtr NEW YORK. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index sank um über vier Prozent auf 1615 Punkte. Kurz vor Beginn des Handels hatte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen überraschend um 50 Basispunkte gesenkt, um damit die US-Konjunktur angesichts der befürchteten wirtschaftlichen Auswirkungen der Terroranschläge zu stützen.

Eine Wertverlust von rund 20 Prozent mussten American Express-Titel hinnehmen, die nur noch bei 28,80 Dollar notieren. Die Versicherungs-, Airline-, Hotel-, Bank- und Finanz- sowie die Technologiewerte litten am stärksten. Zu den Verlierern zählten fast alle Standardwerte. Rüstungsaktien konnten sich einigermaßen behaupten. Pharma- und Ölwerte wiesen teilweise Pluszeichen auf. Die Einzelhändler wie Wal Mart und Home Depot verloren ebenfalls deutlich.

Die Aktien der US-Fluggesellschaften und des US-Flugzeugherstellers Boeing sind am Montag zur Wiederaufnahme des Handels an den New Yorker Aktienmärkten deutlich eingebrochen. Continental-Aktien verloren 52 Prozent auf 19,01 Dollar. Die Aktien der Muttergesellschaft der American Airlines, AMR Corp, gaben nach rund einer halbe Stunde 43,1 Prozent auf 16,90 Dollar nach. Die Titel der Fluggesellschaft Delta büßten ebenso massiv rund 46 Prozent auf 20,10 Dollar ein, die Aktien der Muttergesellschaft der United Airlines, UAL Corp, 40 Prozent auf 18,21 Dollar.

Continental hatte nach den Terroranschlägen in New York und Washington nicht ausgeschlossen, dass die erwartete Krise der internationalen Flugindustrie zu einem Konkurs des Unternehmens führen könne.

Die Titel der US Airways Group verloren knapp 40 Prozent auf 6,95 Dollar, Northwest Airlines gaben rund 35 Prozent auf 12,81 Dollar ab. Boeing-Aktien büßten zeitweise rund 17 Prozent auf 36,00 Dollar ein.

An den deutschen Aktienmärkten konnte die Aktie der Deutschen Lufthansa AG entgegen der Erwartung mancher Marktteilnehmer ihr Kursniveau nach Eröffnung an der Wall Street halten, tendierte jedoch mit minus 2,6 Prozent auf 10,80 Euro weiter schwach. Auch die Aktien der anderen großen europäischen Fluggesellschaften verbuchten erneut deutliche Verluste.

Die amerikanischen Börsen holten damit die bereits an den europäischen und asiatischen Börsen verbuchten Verluste nach, die diese in den letzten Tagen im Gefolge der Terroristenattacken und Kriegsängste verloren hatten.

Über den Tag hinaus betrachtet bleibe die Lage angespannt. "Die US-Märkte müssen sich erst an die neuen Gegebenheiten anpassen", heißt es. Die angekündigten Vergeltungsaktionen der USA stellten einen derzeit kaum abschätzbaren Risikofaktor dar. Außerdem bleibe abzuwarten, inwieweit die Computerssysteme den erwarteten Orderansturm verkraften. Als Belastungsfaktor werden darüber hinaus die negativ eingeschätzten, in der vergangenen Woche etwas untergegangenen Zahlen von Oracle eingeschätzt. Eine signifikante Erholung des Technologiesegments sei weiterhin nicht abzusehen.

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