Airline-Aktien im Sinkflug – Blue Chips in der Verlustzone
Oracle zündet Strohfeuer

Die Technologiewerte profitierten im frühen Handel von Oracle. Das Unternehmen hatte am Montag nach Börsenschluss statt der befürchteten Gewinnwarnung ein gutes Quartalsergebnis vorlegte. Der Gewinn je Aktie lag mit 15 Cents zwar nur einen Cent über den Analystenerwartungen. Trotzdem erfreute sich die Aktie eines regen Kaufinteresses, das sich zunächst positiv auf die gesamte Branche auswirkte. Später gerieten die meisten Higtech-Papiere jedoch in einen Abgabesog. Oracle endeten dagegen mit einem Plus von 13%.

mba/kjo NEW YORK. Händler erklärten, dass sich unter den Investoren im Tagesverlauf verstärkt Unsicherheit bemerkbar machte. Einige Analysten bezweifelten, dass die Technologiebranche die Talsohle bereits durchschritten hat. In der Folge nahmen Anleger die Eröffnungsgewinne mit.

Der Nasdaq-Composite-Index beenete den Handelstag mit einem Aufschlag von 0,2 %. Der S&P-500-Index erhöhte sich um 0,3 %. Der Dow Jones-Index endete mit einem Minus von 0,5 %.

Oracle zündete Beobachtern zufolge nur ein Strohfeuer. Analysten vertraten die Einschätzung, dass die Nasdaq überverkauft und eine kurze technische Gegenreaktion deshalb ohnehin zu erwarten gewesen sei. Die Titel des Chipherstellers Intel verloren 3,2 %, die des Softwareriesen Microsoft stiegen 0,6 %. Konkurrent Siebel Systems machte 9,4% gut, Peoplesoft gewannen 2,5 %. Im Aufwind zeigten sich auch Entwickler von Online-Handelsplätzen wie Commerce One mit einem Gewinn von +4,5 %.

Deutliche Einbußen bei Honeywell sorgten dafür, dass der Dow in die Minuszone rutschte.

General Electric

(GE)

rechnet nicht mehr damit, dass die Übernahme von Honeywell zustandekommt. Der designierte GE-Vorstandsvorsitzende Jeffrey Immelt machte diese Einschätzung in einem Interview mit der Zeitung "Le Monde" am Widerstand der Europäischen Union fest. Honeywell verloren mehr als 3,8 %.

Einige Finanzwerte legten nach Veröffentlichung von Quartalsdaten zu.

Lehman Brothers

sprangen um 7,7 % nach oben, nachdem die Investmentbank über einen Gewinnanstieg im Quartal um 14 % berichtet und die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte. Konkurrent Goldman Sachs erlitt einen Gewinnrückgang um 24 %. Die Aktie büßte 0,5 % ein.

Als gute Nachricht werteten Händler die Mitteilung aus der krisengeschüttelten Telekommunikationsbranche, dass die Telefongesellschaft Qwest Communications ihre Umsatz- und Ergebnisziele für 2001 erreichen wird. Die Aktien stiegen um 4,9 %.

Auf der Verliererseite standen die Aktien von US-Fluggesellschaften. Die Papiere litten einerseits noch unter den Gewinnwarnungen der beiden Gesellschaften Delta Air Lines und AMR. Für Belastung sorgten darüber hinaus die reduzierten Gewinnschätzungen für diverse Fluglinien seitens Goldman Sachs.

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