Airline-Chef Ray Webster: "Noch reichlich Platz für eine günstige Airline"
Deutsche BA kündigt Preisoffensive an

Mit Inlandsflügen für 39 Euro will die angeschlagene Deutsche BA (DBA) aus der Krise fliegen - und sich fit machen für die Übernahme durch EasyJet.

ddp HAMBURG. Die britische Billig-Airline wird Deutschlands zweitgrößte Linienfluggesellschaft voraussichtlich in einem Jahr für knapp 600 Millionen Euro schlucken. EasyJet-Chef Ray Webster erhofft sich gute Marktchancen. "In Deutschland ist noch reichlich Platz für eine günstige Airline, die Großflughäfen ansteuert und Tickets durchschnittlich 50 Prozent billiger anbietet als die etablierte Konkurrenz, zum Beispiel die Lufthansa", sagte Webster der "Bild am Sonntag".

EasyJet will DBA komplett übernehmen - inklusive Personal, Maschinen und Flugplan. Zusätzliche Strecken wie Hamburg-Frankfurt oder Berlin-Frankfurt könnten später hinzu kommen. "Wenn sich eine Route lohnt, werden wir darüber nachdenken. Internationale Ziele wird es aber erst geben, wenn der innerdeutsche Verkehr läuft", fügte Webster hinzu.

Die Zielgruppe von EasyJet sind Privatpersonen und preisbewusste Geschäftsreisende. Tickets verkauft die Airline vor allem über das Internet. "Auf diese Weise sparen wir Provisionen. Je früher das Ticket gekauft wird, desto billiger ist es", sagte Webster. Dafür müssen die Passagiere auf kostenloses Essen an Bord verzichten. Für ein Sandwich nimmt die Airline vier bis sechs, für ein Bier drei Euro.

Derzeit betreibt die 1995 gegründete EasyJet 31 eigene Maschinen. Aus Kostengründen fliegt die Airline nur mit einem Flugzeugtyp, der Boeing 737. Das Durchschnittsalter der Maschinen beträgt vier Jahre.

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