Airline soll Start- und Landerechte abgeben
Kartellamt will Lufthansa zu Slot-Abgabe zwingen

Das Bundeskartellamt hat der Lufthansa ein Zwangsgeld angedroht, falls das Unternehmen nicht bis zum 21. August Start- und Landerechte an die Billigfluglinie Germania abgibt.

Reuters FRANKFURT. Die Lufthansa müsse drei ihrer Slots am Frankfurter Flughafen dem Konkurrenten übertragen, bestätigte ein Sprecher des Bundeskartellamtes heute einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland".

Dazu habe sich die Lufthansa verpflichtet, als sie 2001 eine knapp 25-prozentige Beteiligung an der Regionalfluggesellschaft Eurowings erwworben hatte. Falls die Lufthansa sich weigere, die Slots abzugeben, könne das Kartellamt ein Bußgeldverfahren gegen die Fluglinie einleiten oder im Extremfall die Fusionsfreigabe widerrufen, sagte der Sprecher. Zunächst habe die Behörde der Lufthansa jedoch ein Zwangsgeld in Höhe von 1000 ?, der gesetzlichen Höchstsumme, angedroht.

Die Lufthansa erklärte heute, sie werde keinesfalls weitere Slots abgeben. Das Unternehmen habe Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamtes eingelegt und werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, sagte ein Sprecher. Die Lufthansa habe die Auflagen der Behörde bereits erfüllt. Nach Aussage des Bundeskartellamtes hat die Fluglinie allerdings nur einen Teil der Verpflichtungen erfüllt.

Germania macht der Lufthansa seit Ende 2001 auf deren einstiger Monopolstrecke zwischen der Bankenmetropole Frankfurt und der Hauptstadt Berlin Konkurrenz. Zwischen beiden Fluglinien ist ein heftiger Preiskampf entbrannt, in dem auch die Lufthansa ihre Preise zum Teil drastisch senkte. Das Kartellamt warf der Lufthansa daraufhin vor, den Konkurrenten mit Dumpingpreisen aus dem Markt drängen zu wollen. Außerdem untersagte die Behörde der Kranichlinie, ähnlich niedrige Preise wie Germania anzubieten.

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