Akquisition könnte scheitern
Abbey National will Bank of Scotland übernehmen

Angaben zur Höhe eines möglichen Übernahmeangebots wurden nicht gemacht. Analysten äußerten sich skeptisch zu den Aussichten des geplanten Zusammenschlusses.

Reuters LONDON. Die britische Bank Abbey National hat Übernahmegespräche mit der traditionsreichen Bank of Scotland begonnen. Die Verhandlungen befänden sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium, teilte Abbey National am Freitag in London mit. Es gebe keine Garantie, dass die Akquisition zu Stande komme, stellte das Geldinstitut klar. Angaben zur Höhe eines möglichen Übernahmeangebots wurden nicht gemacht. Analysten äußerten sich skeptisch zu den Aussichten des geplanten Zusammenschlusses. Die Aktien beider Banken verzeichneten nach Bekanntwerden der Gespräche deutliche Kursgewinne.

Zuvor hatte die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Kreise berichtet, Abbey National sei in der vergangenen Woche mit ihren Akquisitionsplänen auf die Schotten zugegangen. Daraufhin habe es Gespräche zwischen dem Abbey-Chairman Christopher Tugendhat und dem Gouverneur der Bank of Scotland, John Shaw, gegeben. Abbey National ist die zweitgrößte Hypothekenbank und das fünftgrößte Geldinstitut in Großbritannien. Die Bank of Scotland steht auf Rang acht. Aus einem Zusammengehen der beiden Geldinstitute entstünde ein Finanzhaus mit einem Marktwert von etwa 23 Mrd. Pfund (rund 75 Mrd. DM) und verwalteten Vermögen von über 100 Mrd. Pfund.

Branchenkenner verwiesen jedoch auf die Möglichkeit eines Scheiterns. "Die Chancen, das die Sache erfolgreich zu Ende gebracht wird wird, stehen höchstens 50 zu 50", sagteMartin Cross, Analyst bei Teather & Greenwood. Im vergangenen Jahr hatte die Bank of Scotland einen monatelangen mit dem schottischen Rivalen Royal Bank of Scotland um die National Westminster Bank verloren.

Der Aktienkurs von Abbey National lag gegen Mittag an der Londoner Börse um fast acht Prozent im Plus. Bank of Scotland notierten 2,81 % fester.

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