Akteneinsicht soll erzwungen werden
Kleinaktionäre zeigen Telekom wegen des Verdachts auf falsche Bilanzen an

Eine Gruppe der Aktionäre hat bei der Staatsanwaltschaft in Bonn Anzeige wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen das Börsengesetz gestellt, wie ihr Anwalt Hans-Joachim Wiebe aus Hannover am Dienstag mitteilte.

ddp/vwd HANNOVER. Hintergrund seien die jüngste Korrektur des Grundstückvermögens in der Telekom-Bilanz um zwei Mrd. Mark und der fallende Börsenkurs des Unternehmens. Ziel sei es, Schadensersatz zu erstreiten.

Seine Mandanten hätten seit der Ausgabe der dritten Aktientranche im vorigen Frühjahr zum damaligen Kurs von 62 Euro bis zum heutigen Wert von zirka 26,50 Euro teilweise bis zu 40 000 Euro verloren, sagte Wiebe. Mit der Anzeige wolle er Akteneinsicht erzwingen und prüfen, ob der Prospekt zur Aktienausgabe und die vorläufige Bilanz des Unternehmens für das Jahr 2000 falsch aufgestellt worden sind.

Wiebe vertritt nach eigenen Angaben zehn Aktionäre aus dem gesamten Bundesgebiet, die zwischen 100 und 1 000 Papiere der Telekom besitzen. Ihre Anzeige solle mit einem ähnlichen Verfahren vom vergangenen Herbst verknüpft werden. Der Anwalt aus Hannover erwartet, dass sich weitere Aktionäre der Anzeige anschließen.

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