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Aktenzeichen XY - gelöst

E-Mail, E-Business, E-Learning - sind wir nicht alle ein bisschen online? Und trotzdem türmen sich auf vielen Schreibtischen unüberschaubare Papierberge.

Das Computer-Suchsystem "Findentity" hilft bei der Wühlarbeit. Das Programm findet auch längst verschwunden geglaubte Kladden wieder - vorausgesetzt, auf jeder Akte klebt ein briefmarkengroßer, batterieloser Sender.

Wer ein Dokument sucht, tippt dessen Aktenzeichen in die Suchmaske des PC. Lesegeräte am Arbeitsplatz oder am Büroeingang lokalisieren die Akte - und auf dem Computer-Bildschirm erscheint ein 3-D-Plan des Büros. Er markiert, in welchem Regal oder unter welchem Papierstapel sich die Akte versteckt. Wer dann noch nicht fündig wird, lässt sich den Fundort von einem Laserpointer zeigen.

Aus einem Datengrab, in dem Hunderte von Zeitungsausschnitten, Briefe und Kontoauszüge verschüttet sind, wird im Nu ein bestens sortiertes Archiv. Schon arbeiten einige größere Rechtsanwalts-Kanzleien mit dem findigen Aktensucher.

Ist die Papierflut erst einmal kanalisiert, bleibt endlich Zeit für die eigentliche Arbeit. Das gilt besonders für die Heerschar von Sekretärinnen, die in ihrem etwa 40-jährigen Berufsleben circa 8000 Stunden auf Aktensuche ist. Das macht bei einem 8-Stunden-Tag etwa zwei Jahre und drei Monate aus. In der gewonnenen Zeit lässt sich so manches tippen und vermerken - und manch neuer Aktenberg produzieren.

Doch Vorsicht: Wer allzu häufig durch frühzeitige Abwesenheit und üppige Kaffeepausen glänzt, den könnte der Chef bald auf dem Kieker haben. Ausreden verfangen nicht mehr: Ist erst mal jeder Mitarbeiter mit einem Funk-Transponder versehen, kann der Chef ihn bis in die Toilette verfolgen.

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