Aktie bricht ein
Holzmann schreibt höheren Verlust

Der Baukonzern Philipp Holzmann hat gestern eingeräumt, dass der Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2001 höher ausgefallen ist als geplant.

jkn FRANKFURT/M. Die endgültige Höhe des Verlustes stehe aber noch nicht fest, da noch am Jahresabschluss gearbeitet werde, hieß es. Die Nachrichten führten zu einem Kurs-Sturz bei der Holzmann-Aktie. Sie sackte bis zum Nachmittag um fast 10 % ab, erholte sich dann aber wieder leicht auf ein Minus von gut 8 %.

Wie berichtet (Handelsblatt vom 7.3.02) beläuft sich der Fehlbetrag nach internen Berechnungen des Unternehmens auf fast 200 Mill. Euro. Ob diese Zahl am Ende auch in der testierten Bilanz auftauchen wird, hängt davon ab, welche neuen Hilfsmaßnahmen die Gläubigerbanken bei ihrem heutigen Treffen verabschieden werden.

Dass es dabei nicht nur um kleinere Schritte geht, verdeutlicht der große Kreis der beteiligten Banken. Geladen sind neben den zehn engsten Kreditgebern des Baukonzerns auch die zehn Institute des erweiterten Gläubigerkreises. In den Reihen der Banken reagierten man gestern zurückhaltend auf die Nachrichten. Es lägen noch viel zu wenig Informationen vor, hieß es. Man erwarte zwar eine schwierige Sitzung, das Hilfpaket werde aber voraussichtlich geschnürt. "Jetzt heißt es, Augen zu und durch", sagte ein Bankmanager.

Unterdessen erklärte eine Regierungssprecherin, die Bundesregierung sehe keinen neuen Handlungsbedarf bei Holzmann. Der Baukonzern war vor zwei Jahren durch die Intervention von Bundeskanzler Gerhard Schröder gerettet worden. Heftige Kritik an der Informationspolitik von Holzmann übte Aktionärsvertreter Klaus Nieding. "Die Aktionäre fühlen sich gehörig auf den Arm genommen", erklärte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

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