Aktie bricht ein
Intel muss Umsatzprognose senken

Der weltweit größte Chiphersteller hat seine Umsatzprognose für das laufende zweite Quartal weit stärker nach unten revidiert als Analysten dies erwartet hatten. Der Aktienkurs ist daraufhin stark eingebrochen.

Reuters SANTA CLARA. Zuvor hatten Analysten von Merrill Lynch das mittelfristige Rating für die Aktien des Unternehmens mit Blick auf eine voraussichtlich wieder konservative Prognose von Intel heruntergestuft.

Intel teilte am Donnerstag mit, das Unternehmen erwarte im zweiten Quartal einen Umsatz zwischen 6,2 und 6,5 Mrd. Dollar. Im April hatte Intel den Quartalsumsatz zwischen 6,4 und 7,0 Mrd. Dollar prognostiziert. Analysten hatten den Intel-Umsatz mit 6,67 Mrd. Dollar vorausgesagt. Intel teilte weiter mit, das Unternehmen erwarte ein stärkeres zweites Halbjahr.

Aktie bricht ein

Der Kurs der Intel-Aktie fiel nach der Mitteilung im nachbörslichen Handel um zehn Prozent auf 24,18 Dollar, nachdem die Aktie an der Technologiebörse Nasdaq bereits um über vier Prozent auf 27 Dollar geschlossen hatte. Händler sagten, es sei zu befürchten, dass Intel am Freitag die gesamte Wall Street nach unten ziehen werde. Die US-Börsen hatten bereits am Donnerstag am tiefsten Stand seit acht Monaten geschlossen. Der Dow-Jones-Index fiel dabei um 1,76 Prozent auf 9624,64 Punkte, während der technologielastige Nasdaq-Index 2,53 Prozent auf 1554,88 Zähler nachgab.

Analysten und Anleger waren zwar nach eigenen Angaben auf eine Senkung der Umsatzprognose vorbereitet. Die deutliche Zurücknahme der Erwartung sei aber eine Überraschung gewesen. Die Intel-Mitteilung deute an, dass die Nachfrage doch schwächer sei als früher gedacht, hieß es. Merrill Lynch hatte bereits vor der Intel-Mitteilung die Aktien des weltgrößten Chipherstellers mittelfristig auf "Neutral" von "Strong Buy" heruntergestuft.

Einige Analysten wiesen darauf hin, dass es sehr schwierig sei, den Umsatz von Intel für das zweite Quartal zu schätzen, weil die meisten Einnahmen im Juni verbucht würden. Bis zum derzeitigen Zeitpunkt hielten sich allerdings die Technologieunternehmen mit Ausgaben zurück.

Im ersten Quartal hatte Intel mit einer Milliarde Dollar Netto-Gewinn vor Akquisitionskosten die Analystenerwartung getroffen. Der Umsatz war dabei auf 6,78 Milliarden Dollar nach 6,68 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal gestiegen.

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