Aktie bricht ein
Medigene weitet Verluste aus

Vor allem durch höhere Forschungsausgaben hat das Biotechnologie-Unternehmen Medigene seine Verluste im Jahr 2002 deutlich ausgeweitet. Der Jahresfehlbetrag sei um mehr als 50 Prozent auf 38,8 Mill. Euro gestiegen, teilte Medigene am Mittwoch in Martinsried bei München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. 2001 hatte das Minus noch bei 24 Mill. Euro gelegen. Mit dem Millionenverlust verfehlte die Firma ihre eigenen Prognosen vom vergangenen August, als sie noch von einem Jahresfehlbetrag von 35 Mill. Euro ausgegangen war. Zugleich teilte Medigene mit, ein Projekt zur Entwicklung eines Tumorimpfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs einzustellen. An der Börse sorgten diese Nachrichten für Enttäuschung. Zeitweise büßten die Papiere 11,41 % auf 2,95 Euro ein und waren damit mit weitem Abstand größte Verlierer im Tec-Dax.

Die flüssigen Mittel bei Medigene halbierten sich beinahe auf 47,7 Mill. Euro. Die Umsätze der auf Krebs-Medikamente spezialisierten Firma gingen um mehr als 50 % auf 3,5 Mill. Euro zurück. Jedoch seien die Erlöse keine echten Produktumsätze, sondern Entwicklungs-Zuschüsse anderer Pharmafirmen, mit denen Medigene kooperiere, sagte eine Sprecherin. Die Kosten für Forschung und Medikamenten-Entwicklung stiegen im Jahr 2002 von 27,7 auf 35,2 Mill. Euro.

Für das laufenden Jahr erwartet Medigene eine leichte Verringerung des Verlusts auf 30 Mill. Euro. Das Krebsmittel "Leuprogel" soll als erstes Medikament der Firma noch in diesem Jahr zugelassen werden. 2004 seien daher erstmals "signifikante Produktumsätze" möglich, dank derer spätestens 2005 die Gewinnschwelle erreicht werden soll.

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