Aktie bricht ein
Nordex will 150 Stellen streichen

Der Hersteller von Windkraftanlagen, Nordex, ist aufgrund einer schwachen Nachfrage im ersten Quartal des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres 2002/03 operativ in die Verlustzone geraten.

Reuters FRANKFURT. Außerdem kündigte die Gesellschaft einen Personalabbau an. Die im Nemax 50 notierten Aktien brachen über 20 Prozent ein und markierten einen neuen Tiefststand.

Die Rostocker Nordex teilte am Donnerstag mit, vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei ein Verlust von 12,4 Millionen Euro angefallen nach einem Gewinn von 2,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz habe sich mit 89 (Vorjahr 96) Millionen Euro schwächer entwickelt als erwartet ebenso wie der Auftragseingang mit 67 (128) Millionen Euro. Größere Aufträge aus dem Ausland, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres allein 60 Millionen Euro ausmachten, blieben aus oder verzögerten sich wegen rechtlicher Unsicherheiten bei der Genehmigung von Anlagen. Indes stieg die Gesamtleistung im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 108 (Vorjahr 96) Millionen Euro.

Aufgrund der verhaltenen Geschäftsentwicklung plane Nordex den Abbau von 150 Stellen. Der Stellenabbau werde zum Teil durch Kürzungen bei Fremdarbeitskräften erfolgen. Nordex beschäftigt weltweit etwa 720 Mitarbeiter. Außerdem sollten die betrieblichen Aufwendungen um 20 Prozent gekürzt und die Unternehmensstruktur verschlankt werden, hieß es weiter.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2002/03 bekräftigte Nordex seine Planung, die eine Gesamtleistung von 520 Millionen Euro vorsieht. Beim Ebit würden rund drei Millionen Euro angepeilt. 2001/02 hatte das Unternehmen bei einer Gesamtleistung von 445 Millionen Euro ein Ebit von 17,8 Millionen Euro ausgewiesen. Der Jahresüberschuss wurde mit 20 Millionen Euro beziffert. Die Aktie gab bis zum Nachmittag rund 24 Prozent nach und markierte mit 1,45 einen neuen Tiefststand.

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