Aktie der Hypovereinsbank sinkt
Technologie- und Automobilwerte im Aufwind

Die deutschen Standardwerte haben sich am Montag vor der in den USA stattfindenden Präsidentschaftswahl bei geringen Umsätzen abwartend, aber dennoch freundlich präsentiert.

BOERSE/FRANKFURT/AKTIEN 1.ZWISCHENBERICHT Dax vor US-Präsidentschaft bei geringen Umsätzen fester= Reuters FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben sich am Montag vor der in den USA stattfindenden Präsidentschaftswahl bei geringen Umsätzen abwartend, aber dennoch freundlich präsentiert. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte bis zum Mittag um 0,56 % auf 7168 Punkten zu. Im Aufwind lagen Technologie- und Automobilwerte, während Finanztitel nachgaben. Die US-Börsen lieferten eine gemischte Vorgabe. Am Freitag hatte der Dow Jones-Index 30 führender Unternehmen 0,57 % tiefer auf 10 817,95 Punkten geschlossen. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index beendete den Handel indes mit einem Plus von 0,66 % auf 3451,58 Zählern.

Händler sagten, am deutschen Aktienmarkt spiele sich das Geschehen bei niedrigen Umsätzen und einer nachrichtenarmen Lage ab. Eine erneute Intervention der Europäischen Zentralbank am Devisenmarkt zugunsten des Euro am Morgen habe wenig Auswirkung auf den Aktienmarkt gehabt, hieß es. Die Gemeinschaftswährung notierte zur Mittagszeit bei 0,8676/79 $, nachdem sie am Morgen kurz nach der Intervention auf über 0,87 $ geklettert war. "Währungen, die gestützt werden müssen, sind anfällig", gab ein Händler zu bedenken. Es gelte jetzt abzuwarten, ob wir auf dem Niveau verharrten oder ob es zu einer Trendumkehr komme.

Unter den meisten Händlern herrschte Einigkeit darüber, dass das Ergebnis der Präsindentschaftswahl am Dienstag in den USA keinen großen Einfluss auf den deutschen Aktienmarkt haben werde. "Das interessiert die wenigsten", sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer sagte, der Markt warte die Reaktion der US-Märkte ab, bevor der deutsche Markt eine klarere Richtung einschlage.

Zu den Kandidaten sagte ein Händler, sollte Bush gewinnen könnte sich dies positiv auf Rüstungs-, Tabak- oder Öltitel auswirken. Allenfalls dürfte es am Rentenmarkt bei einem Sieg von Bush zu nachlassenden Kursen kommen. Bush plane größere Ausgaben aus dem Haushaltsüberschuss, somit könne es zu einer Verlangsamung der Rückzahlung von Staatsschulden kommen. Im Zuge von Steuererleichterungen plane er zudem den US-Bürgern einen Teil ihres Geldes zurückzugeben. Dies könnte einen Konsumboom in den USA auslösen und zusätzlich Inflationsgefahren aufkeimen lassen. Sein Gegner, Vizepräsident Al Gore, zeige sich im Gegenzug mit seinen Ausgabeplänen verhalten. Pläne Gores zur Gesundheitreform in den USA könnten aber bei einem erfolgreichen Abschneiden des Vizepräsidenten Pharmatitel Auftrieb verleihen.

"Insgesamt ist es dem deutschen Aktienmarkt allerdings egal, wie die Entscheidung ausgeht", fügte der Händler hinzu. Es komme darauf an, wie die US-Börsen reagierten. Erst mit ihrer Vorgabe könne man die Richtung für den deutschen Markt ablesen.

Nach den jüngsten Umfragen unter Wählern in den USA zeigte sich ein prozentuales Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kandidaten. Bush führte einer Umfrage von Reuters/MSNBC vom Sonntag zufolge mit 47 zu 46 %.

Am deutschen Aktienmarkt setzten Technologietitel ihren in der Vorwoche begonnenen Aufwärtstrend fort. An der Spitze der Gewinner standen die Aktien von Epcos mit einem Zuwachs von 3,3 % auf 99,99 Euro. Deutsche Telekom und Infineon folgten mit einem Plus von je 2,11 und 2,83 %. SAP gewannen 2,8 %. Ein Händler warnte vor erneuten Rückschlägen bei Technologietiteln. "In einigen Titeln ist man wieder überkauft." Im Abwind lagen die Titel der Hypovereinsbank. Ein Händler sagte, eine Herunterstufung des Titels durch eine Bank haben den Kurs belastet. Die Aktie gab um 1,88 % auf 64,65 Euro nach. Die Titel von Dresdner Bank und Commerzbank gaben um je 0,92 uznd 0,69 % nach.

Die Kurse im MDax legten im Schnitt um 0,6 % zu, während am Neuen Markt die Kurse um 0,11 % verloren.



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