Aktie explodiert
Amazon liefert gute Quartalsergebnisse

Der Aktienkurs des weltgrößten Online- Einzelhändlers Amazon.com Inc. ist drastisch in die Höhe geschossen.

dpa SEATTLE/NEW YORK. Nach Bekanntgabe von besser als erwarteten Geschäftsergebnissen für das erste Quartal 2001 legte das Papier am Montagmorgen im Vergleich zum Vorwochenschluss um 38,11 % auf 11,56 $ zu. Allerdings hatte die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten zeitweise mit 68,62 $ notiert.

Amazon.com erwartet für das erste Quartal 2001 einen Nettoverlust von 255 Mill. $. Das Unternehmen hatte in der Vorjahresvergleichszeit erheblich höhere rote Zahlen von 308 Mill. $ ausgewiesen.

Ohne den Quartalsanteil an Sonderkosten für eine Umstrukturierung wäre ein Nettoverlust von weniger als 150 Mill. $ angefallen, erklärte die Gesellschaft am Montag.

Es handelte sich nach Angaben des in Seattle (Washington) ansässigen Unternehmens um vorläufige Resultate. Amazon.com wird seine endgültigen Quartalszahlen erst am 24. April vorlegen.

Der Quartalsumsatz stieg ebenfalls stärker als von Wall Street- Analysten erwartet. Er legte um 21 % auf 695 Mill. $ zu. Das Elektronik- und das internationale Geschäft entwickelten sich besonders gut.

Bezos: Elektronikgeschäft besonders starke Verbesserung

Konzernchef Jeff Bezos sprach von einem starken Quartal. Nach seinen Angaben gab es eine erhebliche Besserung im operativen Bereich und bei den Ergebnissen. Das Elektronikgeschäft wies laut Bezos ein besonders starkes Wachstum und eine besonders starke Ergebnisverbesserung auf.

Amazon.com hat nach eigenen Angaben in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Bruttogewinn von mehr als 175 Mill. $ verbucht, plus 35 %. Es gab einen operativen Pro-Forma-Verlust von 50 Mill. (Vorjahresvergleichszeit: 99) Mill. $ an. In den Pro-Forma-Ziffern sind zahlreiche Kostenposten ausgeklammert. Der Pro-Forma-Nettoverlust betrug 22 (35) Cents je Aktie, während die Wall Street einen Verlust von 30 Cents je Aktie erwartet hatte.

Die US-Bruttogewinnmargen für Bücher, Musik und Videos haben bei einem sehr leichtem Umsatzanstieg auf mehr als 30 % zugelegt.

Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von mehr als 640 Mill. $. Sie sollen bis Jahresende auf über 900 Mill. $ steigen.

Die Online- und Wall-Street-Experten hatten befürchtet, dass Amazon.com wie reguläre Einzelhändler unter der US-Konjunkturschwäche leiden könnte. Die Gesellschaft hatte im Januar angekündigt, dass sie 1 300 Mitarbeiter nach Hause schicken und Kosten sparen wollte.

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