Aktie fällt auf neues Jahrestief
Steag Hamatech korrigiert Umsatzprognose

Der Anlagenhersteller Steag Hamatech wird das laufende Jahr voraussichtlich nicht mit einem Gewinn abschließen. Der starke Preisverfall in Folge des um 50 % rückläufigen Marktvolumens habe im ersten Halbjahr einen Verlust von voraussichtlich 18 Mill. ? verursacht, teilte das im Auswahlindex Nemax 50 des Neuen Marktes gelistete Unternehmen am Freitag mit.

Reuters FRANKFURT. Der Anlagenhersteller Steag Hamatech hat seine Umsatzprognose für 2001 deutlich nach unten korrigiert. Für das Gesamtjahr werde nunmehr mit einem Umsatz von 150 bis 200 Mill. ? gerechnet, sagte Unternehmenssprecher Frank Weber am Freitag. Ursprünglich hatte Steag für 2001 einen Umsatz von 250 Mill. ? prognostiziert. Weber sagte weiter, Steag werde von derzeit über 500 Mitarbeitern 60 bis 100 Stellen bis Jahresende abbauen.

Am Morgen hatte das im Auswahlindex Nemax 50 des Neuen Marktes gelistete Unternehmen mitgeteilt, das laufende Jahr voraussichtlich nicht mit einem Gewinn abzuschließen. Der starke Preisverfall in Folge des um 50 % rückläufigen Marktvolumens habe im ersten Halbjahr einen Verlust von voraussichtlich 18 Mill. ? verursacht. Im ersten Halbjahr 2001 hatte Steag Hamatech noch einen Gewinn von 11,9 Mill. ? ausgewiesen. Die Marktperspektiven für den weiteren Jahresverlauf lassen Steag zufolge nicht mehr erwarten, die Verluste des ersten Halbjahres in den Folgequartalen aufzufangen.

Die Steag-Aktie fiel kurz nach Handelsbeginn um über 26 % auf ein Jahrestief von 7,50 ?.

Die aktuelle Marktsituation in der Branche bleibe weiterhin volatil und damit schwer vorhersagbar, teilte Steag weiter mit. Mit dem Auftragseingang im zweiten Quartal von 50 (Vorjahreszeitraum: 8,1) Mill. ? und dem Verlauf der in der vergangenen Woche stattgefundenen Fachmesse Replitech Europe in Genf zeigte sich die Gesellschaft zufrieden.

Aktien im Fokus: Licht und Schatten bei Singulus und Steag Hamatech



Die Aktien der beiden Spezialmaschinenbauer für DVD- und CD-Anlagen Steag Hamatech und Singulus haben sich am Freitagmorgen in unterschiedlicher Verfassung präsentiert. Während die Papiere von Steag HamaTech nach einer Gewinnwarnung rapide an Wert verloren, lag der Singulus-Titel in einem schwachen Gesamtmarkt zunächst noch gut im Rennen. Mit einem Minus von 1,96 % auf 22,55 ? gehörte Singulus in der ersten Handelsstunde noch zu den Gewinnern innerhalb des Nemax 50. Der Index rutschte um 4,83 % auf 1 220,31 Zähler ab.

"Eine Gewinnwarnung wie von Steag Hamatech ist beim derzeitigen Marktumfeld tödlich", sagte ein Händler ein Frankfurter Bank. Der Kursverlust von Steag sei deswegen keine große Überraschung. Anders sehe es beim Konkurrenten Singulus aus. "Das Unternehmen ist besser im Markt positioniert", so der Aktienexperte. Hin und wieder gebe es bei Singulus auch eine gute Nachricht, so dass sich das Papier auch bei ständig fallenden Kursen in den vergangenen Monaten relativ gut hielt.

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