Aktie fiel auf 709 000 Yen
Weltgrößte Bank Mizuho Holdings mit Halbjahresgewinn

dpa TOKIO. Die weltgrößte Bankengruppe, die japanische Mizuho Holdings Inc, hat im ersten Geschäftshalbjahr einen Gruppengewinn von netto 154,8 Mrd. Yen (3,2 Mrd. DM) erwirtschaftet. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 3,4 Billionen Yen. Die Finanzholding kontrolliert die drei japanischen Großbanken Dai-Ichi Kangyo Bank (DKB), Fuji Bank und Industrial Bank of Japan (IBJ). Sie war im Zuge der Konsolidierung des Bankensektors Ende September ins Leben gerufen worden. Die Finanzholding erwartet für das am 31. März 2001 endende Gesamtjahr einen Nettoertrag von 280 Mrd. Yen.

Die Aktie der Mizuho Holdings fiel am Freitag an der Tokioter Börse um 29 000 auf 709 000 Yen. Die zur Holding gehörende DKB konnte ihren Nettogewinn in den ersten sechs Monaten zum 30. September um 52,7 % auf 55,18 Mrd. Yen steigern. Die Höhe der Problemkredite bezifferte sie zum Bilanzstichtag auf rund 1,5 Billionen Yen, verglichen mit 1,8 Billionen Yen zum 31. März. Geplant ist eine Zwischendividende von 9,69 nach 3,50 Yen. Die Dividenden aller drei Institute gehen auf die Mizuho Holdings über, die die Aktionäre auszahlt. Die DKB bezifferte ihre Eigenkapitalquote zum Ende September auf 11,98 %, nach 12,11 % Ende März.

Die Fuji Bank steigerte im ersten Halbjahr ihren Gruppengewinn sogar um 124,2 % auf 62,5 Mrd. Yen. An Problemkrediten hatte das Institut zum Bilanzstichtag 1,2 Billionen Yen in den Büchern stehen, nach 1,3 Billionen sechs Monate zuvor. Die Eigenkapitalquote lag bei 11,24 (31. März: 11,00 %). Es wird eine Zwischendividende von 9,33 Yen je Aktie nach 3,50 Yen im Vorjahr gezahlt. Die Dritte im Bunde, die IBJ, verbuchte als einzige einen Gewinnrückgang um 34,1 % auf netto 31,1 Mrd. Yen. Die Problemkredite gingen auf 1,42 Billionen nach 1,66 Billionen Yen Ende März zurück. Es fällt eine Zwischendividende von 8,48 Yen nach zuvor 3,50 Yen an. Die Eigenkapitalquote beträgt 11,93 (12,19) Prozent.

Die volle Integration der drei Institute unter dem Dach der Mizuho Holdings soll nach früherer Ankündigung im April 2002 abgeschlossen sein. Künftig wird Japans Bankenlandschaft von vier Großbanken dominiert, womit die Konsolidierung der Branche weitgehend abgeschlossen ist. Noch immer ächzen Nippons Banken unter einer milliardenschweren Last fauler Kredite. Geschwächt von der Schuldenkrise und dem Verschleppen notwendiger Aufräumarbeiten sind sie nun zum Schulterschluss und Abbau von Überkapazitäten gezwungen.

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