Aktie fiel um 3 Prozent
Softline äußert sich zum Umsatzziel

Der Softwarevermarkter Softline AG erwartet für das in knapp drei Wochen endende Geschäftsjahr 2000/2001 einen deutlich höheren Verlust und hat sein Umsatzziel nach unten geschraubt.

Reuters OFFENBURG. Der Jahresfehlbetrag werde voraussichtlich zwischen 3,5 Millionen Euro und vier Millionen Euro liegen, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Dienstag in Offenburg mit. Im Vorjahr hatte Softline einen Nettoverlust von 0,6 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz werde sich mit rund 85 (Vorjahr: 42) Millionen Euro mehr als verdoppeln, jedoch um rund 15 Millionen Euro unter der bisherigen Prognose von 100 Millionen Euro liegen. Grund dafür sei das derzeit in diesem Ausmaß unerwartet schwache Marktumfeld.

Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) rechnet das Unternehmen nun mit roten Zahlen. Der Ebit-Verlust werde zwischen 2,5 bis drei Millionen Euro betragen. Bei der Bilanzpressekonferenz im vergangenen September hatte Softline noch angekündigt, den Ebit-Gewinn des vorangegangenen Geschäftsjahres von 0,14 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr auf mehrere Millionen Euro ausbauen zu wollen. Ein Firmensprecher sagte, die tiefen Verluste seien vor allem auf hohe Firmenwertabschreibungen (Goodwill) sowie latente Steuern aus dem Börsengang zurückzuführen. Somit seien die Verluste zum großen Teil nicht liquiditätswirksam. Eine um die Goodwill-Effekte bereinigte Zahl könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen, sagte er. Die dauerhaften Cash-Reserven von Softline beliefen sich auf rund 29 Millionen Euro.

Ein Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr 2001/2002 sei wegen der unsicheren Marktsituation derzeit nicht möglich, sagte der Sprecher des seit über einem Jahr am Neuen Markt notierten Unternehmens. Die Aktien der Gesellschaft fielen am Dienstag nach der Bekanntgabe der Zahlen an der Frankfurter Börse um 3,06 Prozent auf 4,75 Euro.

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