Aktie fiel zeitweise auf Jahrestief
Lambda Physik wird Jahresplanung verfehlen

Der Laserhersteller Lambda Physik erwartet nach einem Verlust im dritten Quartal nun auch im Gesamtjahr 2001/02 rote Zahlen.

Reuters FRANKFURT. Der Umsatz dürfte 2001/02 (zum 30. September) knapp unter den prognostizierten 100 Millionen Euro liegen, was zu einem leicht negativen Ergebnis führe, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Grund sei die allgemeine Marktschwäche, hieß es. Damit rückt die Firma von ihren Planungen ab, das Geschäftsjahr 2001/02 nicht mit einem Verlust abzuschließen. Bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen Ende Juli hatte sich Vorstandschef Dirk Basting dank einer guten Auftragslage und einer gestrafften Kostenstruktur noch optimistisch gezeigt. "Wir gehen davon aus, beim Nettoergebnis im Gesamtjahr 2001/02 eine schwarze Null zu erzielen", hatte er damals gesagt. Analysten zeigten sich von der Ankündigung am Mittwoch enttäuscht.

Lambda kündigte ferner an, die ursprünglich für Donnerstag vorgesehene Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen um eine Woche nach hinten zu verschieben. Grund sei ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich höherer Prüfumfang, hieß es. Die im Auswahlindex Nemax50 gelistete Lambda-Aktie fiel zeitweise um rund sechs Prozent auf ein Jahrestief von 6,66 Euro.

Analysten sind enttäuscht

"Wir sehen das Verfehlen der Guidance für 2002 als eine Enttäuschung", kommentierte Berenberg-Bank-Analyst Oliver Wojahn. Da eine genauere Überprüfung der Schätzungen jedoch erst mit Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen möglich sei, stelle er sein "Akkumulieren"-Rating unter Revision. DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp zeigte sich vor allem von der Verfehlung des Gewinnziels enttäuscht. Während die anhaltende Flaute auf den Halbleitermärkten eine Einhaltung der Umsatzplanung für das Gesamt schwierig gestalte, habe man doch immer darauf gehofft, dass Lambda wenigstens unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben würde, sagte er. Schlamp hat die Lambda-Aktie derzeit mit "Akkumulieren" eingestuft. "Im Vergleich zur Konkurrenz steht Lambda Physik immer noch vergleichsweise gut da. Wichtig ist nun, welchen Ausblick die Gesellschaft auf das kommende Geschäftsjahr 2002/03 gibt".

Lambda Physik leidet vor allem in den Bereichen Lithographie und Medizin unter der zögerlichen Investitionsbereitschaft der Kunden. Die Gesellschaft entwickelt und produziert UV-Laser, die unter anderem in der Chipproduktion eingesetzt werden. Lambda bietet daneben auch so genannte diodengepumpte Festkörperlaser und Farbstofflaser an.

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