Aktie gab über 18 Prozent nach
Neue Sentimental weitet Verlust aus

Der Werbefilmproduzent Neue Sentimental Film (NSF) ist im ersten Halbjahr wegen der anhaltenden Werbeflaute tiefer in die Verlustzone gerutscht. Für das Gesamtjahr rechnet die Gesellschaft aber weiterhin mit schwarzen Zahlen.

Reuters FRANKFURT. Der Umsatz habe sich in den ersten sechs Monaten 2002 nach der Bilanzierungsregel US-Gaap auf 16,3 Mill. Euro von 15,6 Mill. Euro im Vorjahr erhöht, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Dienstag in Frankfurt mit. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich der Verlust auf 3,6 (Vorjahr minus 2,8) Mill. Euro ausgeweitet. Finanzvorstand Klaus Niemeyer wies jedoch darauf hin, dass NSF angesichts der nur sehr schwer einzuschätzenden Entwicklung des zweiten Halbjahres einen konservativen Wertansatz gewählt habe. Nach Handelsrecht falle der operative Verlust mit 2,8 Mill. Euro niedriger, der Umsatz mit 19,3 Mill. Euro höher aus.

Für das Gesamtjahr hält der Finanzvorstand weiter an der Umsatzplanung von 45 (34,4) Mill. Euro fest. Voraussetzung sei jedoch, dass keine Unternehmensteile verkauft würden. NSF kündigte an, nicht profitabel arbeitenden ausländischen Tochterfirmen keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Auf Grund voller Auftragsbücher und einer sich abzeichnenden Erholung des Werbemarktes rechnet Niemeyer im Gesamtjahr weiterhin mit einem ausgeglichenen bis positiven Ergebnis. Allerdings sei derzeit noch nicht zu erkennen, ob die Markterholung auch nachhaltig sei, schränkte er ein.

An der Börse verloren die NSF-Aktien über 18 Prozent und lagen gegen Mittag nur unwesentlich über ihrem Jahrestief von einem Euro.

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