Aktie gab zwei Prozent nach
Konsumflaute trifft Douglas hart

Der Handelskonzern Douglas hat angesichts der Konsumflaute seine Ergebnis- und Umsatzprognosen für das Jahr 2002 gesenkt, nachdem das Unternehmen in den ersten sechs Monaten im gewöhnlichen Geschäft einen Verlust verzeichnet hatte.

Reuters DÜSSELDORF. "Dem Einzelhandel bläst der Wind weiter kräftig ins Gesicht", erklärte Vorstandschef Henning Kreke am Mittwoch in Hagen. Aussagekräftige Vorhersagen für das Gesamtjahr seien nur schwer zu machen. Douglas gehe aber nunmehr davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2002 die Konzernumsätze und das Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts um zwei bis vier Prozent steigern zu können.

Noch im Mai hatte Douglas erklärt, beide Kennziffern um vier bis sechs Prozent steigern zu wollen. Diese Prognose sei aber unter der Voraussetzung erfolgt, dass die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder anspringe. "Davon ist leider noch nicht viel zu spüren." Komme die "Kauflust" der Verbraucher im für Douglas wichtigen vierten Quartal wieder, werde Douglas davon überdurchschnittlich profitieren. "Vor diesem Hintergrund gehen wir nun davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2002 die Konzernumsätze und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um zwei bis vier Prozent steigern zu können", erklärte Kreke.

In den ersten sechs Monaten 2002 seien die Nettoumsätze in einem "sehr schwachen Branchenumfeld" um 1,3 Prozent auf 939 Mill. Euro gestiegen, hieß es weiter. In Deutschland hätten die Umsätze trotz der Flaute im Einzelhandel mit 695 Millionen Euro fast das Vorjahresniveau erreicht. Die Auslandsumsätze kletterten um 8,3 Prozent auf 244 Mill. Euro - damit stieg der Auslandsanteil am Konzernumsatz auf 26,0 (24,3) Prozent. Im zweiten Quartal sanken die Nettoumsätze dabei um 2,1 Prozent auf 471 Mill. Euro. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass das wichtige Oster-Geschäft in diesem Jahr auf das erste Quartal entfallen sei.

Beim Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts verzeichnete Douglas einen Verlust von fünf Mill. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 2,4 Mill. Euro eingefahren worden war. Hier setzt Douglas aber auf Verbesserungen im ertragsreichen Weihnachtsgeschäft. Das Ebitda sank in den ersten sechs Monaten zudem auf 43,2 (49,5) Mill. Euro.

"Die Zahlen sind enttäuschend", sagte Volker Bosse, Analyst bei der HypoVereinsbank. "Wir hatten aber erwartet, dass die Prognose zurückgenommen wird." Die Douglas-Aktie gab am Vormittag um über zwei Prozent auf 23 Euro nach.

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