Aktie gewinnt mehr als fünf Prozent: Übernahmefantasien beflügeln Wella-Aktien

Aktie gewinnt mehr als fünf Prozent
Übernahmefantasien beflügeln Wella-Aktien

Spekulationen auf eine Übernahme des Kosmetikkonzerns Wella haben am Montag Händlern zufolge zu starken Kursgewinnen bei dessen Aktien geführt.

Reuters FRANKFURT. Zeitweise stiegen die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Papiere um rund 5,5 Prozent auf 57,28 Euro. "Wella ist aus fundamentaler Sicht relativ teuer, wenn es jedoch zu einer Übernahme kommen sollte, sind sie jetzt sehr billig", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Auf Basis der geschätzten Gewinne für 2003 hat die Wella-Aktie Reuters-Daten zufolge derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 29 und gehört damit zu den teuersten Werten im MDax.

Nach Angaben aus Branchenkreisen steuert die Familie, die Wella kontrolliert, allmählich auf einen Verkauf ihrer Anteile zu. Vier Gruppen innerhalb der Familie, die in der Vergangenheit gegenläufige Ansichten über einen Verkauf gehabt hätten, stünden kurz vor einer Einigung, vorausgesetzt es werde ein angemessener Aufschlag erzielt, hieß es in den Kreisen.

Händler und Analysten sagten jedoch übereinstimmend, eine Übernahme stehe wohl nicht unmittelbar bevor. "Am Markt wurde zuletzt gehandelt, dass die Familie eine Kaufofferte zwischen 70 und 80 Euro abgelehnt hat. Deswegen ist nicht damit zu rechnen, dass sie nun bei einem geringeren Angebot zustimmt", erklärte die Wella-Analystin Silke Stegemann von der LB Rheinland-Pfalz.

Diesen Preis hatte der Konsumgüterkonzern Henkel nach Angaben aus Kreisen zuletzt für Wella geboten. Wella hatte allerdings betont, es liege kein Angebot vor. Henkel hatte einen Kommentar zu entsprechenden Berichten stets abgelehnt.

Für Henkel wie auch die weltweit operierenden Konzerne Procter & Gamble (P&G), Unilever und L'Oreal wäre Wella auf Grund seiner guten strategischen Position sehr interessant, betonte HypoVereinsbank-Analyst Christian Weiz. "Für jeden dieser möglichen Interessenten wäre ein Kaufpreis bis 65 Euro je Wella-Aktie sehr attraktiv", sagte Weiz. Die Analystin Stegemann ergänzte, Wella habe aber keinen Zeitdruck, weil das Unternehmen auch ohne Partner gute Umsatzzahlen vorgelegt und einen optimistischen Ausblick auf das Gesamtjahr 2003 gegeben hatte.

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