Aktie gibt deutlich nach
SER Systems weitet Verlust im dritten Quartal aus

Das Softwareunternehmen SER Systems AG hat im dritten Quartal bei rückläufigem Umsatz seinen Verlust im Vergleich zum Vorquartal ausgeweitet. Der Konzernumsatz habe sich auf 37,7 Mill. Euro von 43,2 Mill. Euro im zweiten Quartal verringert, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Dienstag mit.

Reuters NEUSTADT/WIED. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich auf 8,9 (2. Quartal: minus 2,2) Mill. Euro und der Fehlbetrag auf 10,6 (minus 6,6) Mill. Euro belaufen. Im Gesamtjahr wolle SER aber auf Basis des Ebitda die Gewinnzone erreichen, hieß es. Die SER-Aktie fiel am Vormittag in einem festen Gesamtmarkt um über neun Prozent auf 2,50 Euro.

In den ersten neun Monaten musste SER den Angaben zufolge einen Umsatzrückgang auf 123,6 Mill. Euro von 135,4 Mill. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hinnehmen. Das Ebitda habe sich auf minus 10,5 (plus 26,7) Mill. Euro und der Fehlbetrag auf 21,4 (plus 8,6) Mill. Euro belaufen. In den USA habe SER nach den Anschlägen einen Umsatzausfall von rund 6,5 Mill. Euro hinnehmen müssen, der durch das schwache Geschäft in Europa nicht kompensiert worden sei.

Während die Gesellschaft den Rückschlag in den USA als kurzfristig ansehe, würden die Perspektiven in Europa hingegen inzwischen neu bewertet, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Restrukturierungsplan der Gruppe sei daher überarbeitet worden und sehe nun eine differenzierte Marktansprache in den beiden Kernmärkten Deutschland und Österreich sowie den USA vor. Alle Tochtergesellschaften sollen den Angaben zufolge künftig aus eigener Kraft auch ohne wesentliches Wachstum profitabel sein. Töchter, bei denen dies unsicher erscheine, sollten künftig indirekte Partner werden. Dies werde möglichst kurzfristig umgesetzt.

Für das vierte Quartal erwarte SER einen Umsatzanstieg von rund zehn Mill. Euro im Vergleich zum dritten Quartal und damit ein deutlich positives Ebitda und das Erreichen der Gewinnzone auf Ebitda-Basis für das Gesamtjahr. Der Jahresabschluss 2001 werde allerdings von einer Neubewertung der Aktiva auf Grund der veränderten Wachstumsplanung mit Sonderabschreibungen von vorläufig 55 Mill. Euro beeinflusst, hieß es.

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