Aktie gibt nach
Brokat verkauft Mobile Business

Der überschuldete Finanzsoftware Brokat AG-Hersteller hat den Verkauf seines Geschäftsbereichs Mobile Business an das US-Unternehmen E-One Global abgeschlossen.

Reuters FRANKFURT. Der vierköpfige Gläubigerausschuss habe am Mittwoch die Verträge genehmigt und der Insolvenzverwalter Volker Grub die Transaktion bestätigt, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Zudem habe das Gremium dem Vorschlag Grubs zugestimmt, die luxemburgische Tochter Fernbach Software S.A. im Rahmen eines Management-Buyouts zu verkaufen. Der Insolvenzverwalter verhandle zudem in enger Zusammenarbeit mit der Brokat-Führung mit potenziellen Investoren über den Verkauf des E-Finance-Geschäfts. Noch vor Weihnachten werde mit konkreten Ergebnissen gerechnet.

Früheren Angaben zufolge erlöst Brokat mit dem Verkauf des Mobile Business lediglich 28,25 Mill. ? und nicht die ursprünglich ausgehandelten 42 Mill. ?. Brokat hatte im November wegen Überschuldung Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Verfahren wurde Anfang der Woche eröffnet. Der Finanzsoftwarehersteller hatte sich bei der Übernahme von Unternehmen übernommen und sich nicht mit den Gläubigern einer hochverzinslichen Anleihe einigen können, um die Insolvenz noch abzuwenden.

In den ersten neun Monaten 2001 hatte die Firma nach früheren Angaben bei einem Umsatz von 45,4 Mill. ? auf Grund von Sonderabschreibungen einen Nettoverlust von 970,6 Mill. ? verbucht, nach einem Minus von 68,1 Mill. ? im Vorjahreszeitraum. Bei liquiden Mitteln von 25,3 (Vorjahr: 115,365) Mill. ? sank das Eigenkapital zum Ende September auf minus 75,89 (plus 821,9) Mill. ? und die Eigenkapitalquote damit bei einer Bilanzsumme von 74,61 (1 025) Mill. ? auf minus 102 (plus 80) Prozent. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen zum gleichen Zeitpunkt waren zudem auf zusammen 150,5 Mill. ? beziffert worden.

Die Brokat-Aktien verloren bis zum Nachmittag in einem behaupteten Gesamtmarkt über sechs Prozent auf 0,30 ?.

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