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Aktie IM Fokus 2: Deutsche Bank am DAX-Ende - Händler: 'Schlechte Zahlen'

(dpa-AFX) Frankfurt - Enttäuschende Quartalszahlen haben die Aktie der Deutschen Bank < DBK.ETR > am Freitag weit abgeschlagen an das Ende des DAX < DAX.ETR > sinken lassen. Händlern zufolge war das Geschäftsergebnis schlechter als erwartet ausgefallen. Die Aktie verlor um 10.05 Uhr 3,15 Prozent auf 57,28 Euro. Der DAX sank zugleich um 0,19 Prozent auf 3.882,20 Punkte.

(dpa-AFX) Frankfurt - Enttäuschende Quartalszahlen haben die Aktie der Deutschen Bank < DBK.ETR > am Freitag weit abgeschlagen an das Ende des DAX < DAX.ETR > sinken lassen. Händlern zufolge war das Geschäftsergebnis schlechter als erwartet ausgefallen. Die Aktie verlor um 10.05 Uhr 3,15 Prozent auf 57,28 Euro. Der DAX sank zugleich um 0,19 Prozent auf 3.882,20 Punkte.

"Die Zahlen waren schlecht erwartet worden und sind noch schlechter ausgefallen. Jetzt wird das Unternehmen dafür abgestraft", sagte ein Händler. Das Ergebnis sei "ganz einfach sehr enttäuschend".

Dies bestätigte die Hypovereinsbank < HVM.ETR > . Sowohl bei den Erträgen als auch beim Gewinn sei die Bank schwach gewesen. "Die stärker als erwartet gesunkenen Erträge konnten durch die Kosteneinsparungen nicht kompensiert werden", sagte HVB-Analyst Andreas Weese.

Ein weiterer Händler verwies darauf, dass die Deutsche Bank auch im Vergleich mit internationalen Konkurrenten ein schlechtes Ergebnis abgegeben habe. Daraus ergebe sich der "erhebliche Druck" auf die Aktie, sagte er.

Nach Einschätzung der Bank Sal. Oppenheim enttäuschte vor allem das Handelsergebnis. "Das fiel deutlich schlechter aus, als der Markt erwartet hat", sagte Sal. Oppenheim-Analyst Metehan San am Freitag in Frankfurt. "Die übrigen Zahlen waren im Großen und Ganzen in Ordnung." Der Überschuss habe sogar leicht über seiner Prognose gelegen.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin (BGB) erwähnten neben den verfehlten Prognosen gerade bei Zinsüberschuss und sonstigen Erträgen die Verwaltungskosten. Dieser Aufwand sei zwar geringer als im ersten Quartal ausgefallen, aber höher als von ihnen geschätzt.

Positiver äußerte sich die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). "Die Zahlen lagen im Rahmen meiner Erwartung", sagte LRP-Analyst Olaf Kayser. Er bestätigte seine "Outperformer"-Einstufung für die Aktie. "Die Aktie ist sehr günstig bewertet. Ich sehe keinen Grund meine Prognosen zu ändern und rechne im Gesamtjahr weiter mit einem Gewinn von drei Milliarden Euro nach Steuern."

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