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Aktie IM Fokus 3: Commerzbank sehr schwach - Händler: 'Gemischte Zahlen'

(dpa-AFX) Frankfurt - Nach leicht enttäuschenden Quartalszahlen hat die Aktie der Commerzbank < CBK.ETR > am Mittwoch Verluste verzeichnet. Das Papier rutschte in die Schlussgruppe des DAX < DAX.ETR > zurück. "Die Zahlen sind sehr gemischt ausgefallen", sagte ein Händler. Es könne sein, dass einige Investoren nun das "Haar in der Suppe" suchten, um zu verkaufen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Nach leicht enttäuschenden Quartalszahlen hat die Aktie der Commerzbank < CBK.ETR > am Mittwoch Verluste verzeichnet. Das Papier rutschte in die Schlussgruppe des DAX < DAX.ETR > zurück. "Die Zahlen sind sehr gemischt ausgefallen", sagte ein Händler. Es könne sein, dass einige Investoren nun das "Haar in der Suppe" suchten, um zu verkaufen.

Das Papier fiel um 9.55 Uhr um 2,86 Prozent auf 13,58 Euro. Der DAX < DAX.ETR > sank zugleich um 1,15 Prozent auf 3.832,89 Punkte. Die viertgrößte deutsche Bank hatte im zweiten Quartal wegen eines stark gesunkenen Handelsergebnisses etwas weniger verdient als von Analysten erwartet.

Nach einhelliger Einschätzung von Experten war gerade dieses Handelsergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Diese Kennziffer ist aber sowieso sehr volatil", schränkte ein Händler ein. Hingegen seien die Zinseinnahmen positiv zu werten, hieß es.

Wenig Impulse dürften indes von der angekündigten Zahlung einer Dividende kommen. Das sei keine Überraschung, hieß es. Im Quartalsbericht der Bank stand: "Wenn das Jahr weiter 'nach Plan' verläuft, so werden wir unsere Aktionäre wieder über eine Ausschüttung am Gewinn beteiligen können.". Händler sahen zudem die Aussage der Bank kritisch, nach denen die Geschäftsbedingungen im zweiten Halbjahr generell schwierig würden.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte den Titel mit "Marketperformer" und das Kursziel bei 17 Euro. "Die Ergebnisqualität hat sich gegenüber dem ersten Quartal verschlechtert, weshalb wir in den Ergebnissen unsere pessimistischere Erwartung bestätigt sehen", hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Die Analysten kündigten jedoch an, auf Grund der höheren Einmalerträge die Gewinnschätzungen anzuheben.

HVB Equity Research bewertete die Zahlen zurückhaltender. "Die Qualität der Einnahmen-Mischung war wegen der guten Zinseinnahmen etwas besser als erwartet", schrieb Analyst Andreas Weese in einer Studie. Negativer sind seiner Ansicht nach die Aussichten auf das zweite Halbjahr. Die Gewinndynamik werde sich deutlich abschwächen. Weese bestätigte den Titel mit der Einstufung "Neutral" und das Kursziel mit 16 Euro.

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