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Aktie IM Fokus 3: Karstadt schwach - Händler: 'Finger von der Aktie lassen'

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Aktie von Karstadtquelle < KAR.ETR > ist die Vorlage von Quartalszahlen am Mittwoch schlecht bekommen. Das Papier rutschte in die Gruppe der Schlusslichter des Mdax < Mdax.ETR > zurück. Händler äußerten sich davon kaum überrascht. "Diese Zahlen sehen furchtbar aus", sagte ein Börsianer. "Man sollte die Finger von der Aktie lassen."

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Aktie von Karstadtquelle < KAR.ETR > ist die Vorlage von Quartalszahlen am Mittwoch schlecht bekommen. Das Papier rutschte in die Gruppe der Schlusslichter des Mdax < Mdax.ETR > zurück. Händler äußerten sich davon kaum überrascht. "Diese Zahlen sehen furchtbar aus", sagte ein Börsianer. "Man sollte die Finger von der Aktie lassen."

Karstadtquelle sanken um 10.25 Uhr um 2,78 Prozent auf 16,08 Euro. Der Mdax fiel zugleich um 0,98 Prozent auf 4.922,08 Punkte. Der Konzern hatte im zweiten Quartal einen höheren Verlust und einen größeren Umsatzrückgang ausgewiesen als erwartet und zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.

Vor allem der Ausblick sei negativ zu werten - er sei, so wörtlich, "desaströs", sagten Händler. Auch die schlechten Umsatzzahlen fielen unangenehm auf. "Karstadt braucht eigentlich nichts sehnlicher als Umsatzzuwächse", hieß es. Andere Börsianer wollten die Ergebnisse jedoch nicht überbewerten. Die Zahlen seien ja schlecht erwartet worden, sagten sie. Es komme nun darauf an, ob Karstadtquelle generell den Turnaround schaffe. "Das neue Management ist da. Es muss nun beweisen, ob es das Ganze umkrempeln kann", sagte er.

Dem entsprach eine Studie der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). "Der Konzern hat ein Potenzial, die Umstrukturierungsstory in Deutschland zu werden", sagte Analyst Christian Schindler. Allerdings bedürfe es dazu verbesserter fundamentaler Daten, die er gegenwärtig "noch nicht abschließend" sehe. Auch nach Ansicht der LRP lagen die Quartalszahlen unter den Erwartungen. Die Bank bestätigte das Unternehmen mit der Einstufung "Underperformer" und das Kursziel mit 18 Euro.

Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) erwartete neue Impulse von dem für Ende September angekündigten Strategiewechsel. Im zweiten Quartal hätten alle Sparten in Bezug auf Umsatz und Rentabilität enttäuscht, hieß es in einer Studie. Sie bestätigten den Titel mit "Hold" und das Kursziel mit 18,50 Euro.

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