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AKTIE IM FOKUS: ALTANA sehr schwach - Sorge über Umsatzeinbußen 2005DPA-Datum: 2004-07-06 10:42:44

FRANKFURT (dpa-AFX) - ALTANA-Aktien < ALT.ETR > haben am Dienstagvormittag nach Unternehmensaussagen über mögliche künftige Ertragseinbußen infolge der Gesundheitsreform kräftig nachgegeben. Das Papier des Pharma- und Spezialchemieunternehmens verlor bis 10.25 Uhr 2,38 Prozent auf 48,08 Euro und war damit prozentual zweitgrößter Verlierer im DAX < DAX.ETR > . Dieser gab 0,83 Prozent auf 3.962,56 Punkte nach.

FRANKFURT (dpa-AFX) - ALTANA-Aktien < ALT.ETR > haben am Dienstagvormittag nach Unternehmensaussagen über mögliche künftige Ertragseinbußen infolge der Gesundheitsreform kräftig nachgegeben. Das Papier des Pharma- und Spezialchemieunternehmens verlor bis 10.25 Uhr 2,38 Prozent auf 48,08 Euro und war damit prozentual zweitgrößter Verlierer im DAX < DAX.ETR > . Dieser gab 0,83 Prozent auf 3.962,56 Punkte nach.

"Ich sehe die Lage für ALTANA nicht so dramatisch wie von Pharmachef Hans-Joachim Lohrisch dargestellt", sagte Analyst Peter Hermanns von der Baden Bank-Württembergischen in Stuttgart. "Das ist wohl eher politisches Säbelrasseln, um die Verhandlungsposition der Pharmaindustrie zu verbessern", sagte er. Mehrere deutsche Pharmaunternehmen wollen sich an diesem Dienstag mit Bundeskanzler Schröder treffen. Er zeigte hingegen Verständnis für die Sorge der Pharmaindustrie, die über die neuen Festbetragsregelungen in Deutschland den Patentschutz ausgehebelt sieht.

Lohrisch hatte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe) gesagt, wenn die Regierung ihr Vorhaben nicht noch einmal korrigiert, Festbeträge für patentgeschützte Medikamente einzuführen, gehe er von einem "erheblichen Ertragsverlust" beim Umsatztreiber Pantoprazol aus.

Eine Analystin sagte: "ALTANA hatte für dieses Jahr wegen der eingeführten Zwangsrabatte 35 Millionen Euro Umsatzeinbußen vorhergesagt. Die Aussage von Lohrisch bedeutet nun, dass er nicht ausschließt, dass diese 2005 deutlich höher liegen werden". Die Bedenken gegen die Gesundheitsreform seien in der Pharmabranche größer geworden und "es herrscht sehr große Unsicherheit, weil noch niemand weiß, wie die Festbeträge kalkuliert und festgesetzt werden", sagte sie.

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