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Aktie IM Fokus: Deutsche Bank schwach - Ackermann freigesprochenDPA-Datum: 2004-07-22 11:17:09

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Aktie der Deutschen Bank < DBK.ETR > ist am Donnerstag ungeachtet des Freispruchs für Unternehmenschef Josef Ackermann mit dem Markt gefallen. Das Papier verlor um 11.00 Uhr 1,98 Prozent auf 58,30 Euro. Der DAX < DAX.ETR > fiel gleichzeitig um 1,72 Prozent auf 3.810,82 Punkte. Zuvor hatte die Richterin im Mannesmann-Prozess alle Angeklagten freigesprochen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Aktie der Deutschen Bank < DBK.ETR > ist am Donnerstag ungeachtet des Freispruchs für Unternehmenschef Josef Ackermann mit dem Markt gefallen. Das Papier verlor um 11.00 Uhr 1,98 Prozent auf 58,30 Euro. Der DAX < DAX.ETR > fiel gleichzeitig um 1,72 Prozent auf 3.810,82 Punkte. Zuvor hatte die Richterin im Mannesmann-Prozess alle Angeklagten freigesprochen.

Nach einhelliger Ansicht von Händlern und Analysten hatte der Markt mit einem Urteil in dieser Form gerechnet. "Die Marktteilnehmer haben den Mannesmann-Prozess schon länger abgehakt und mit einem Freispruch gerechnet. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen und hätte die Deutsche Bank belastet", sagte LRP-Analyst Olaf Kayser. "Für die Deutsche Bank ist das Urteil grundsätzlich gut, da Josef Ackermann jetzt wieder mehr Zeit fürs operative Geschäft hat. Die zeitliche Belastung ist weg." Die Kursverluste seien eine Reaktion auf den schwachen Markt, sagte er.

Andreas Weese von der HVB bestätigte diese Einschätzung. "Bei der Urteilsverkündung wäre nur eine negative Überraschung drin gewesen, falls es überraschend nicht zu einem Freispruch gekommen wäre." Auch er bewertete es als positiv für das Geldhaus, dass der Unternehmenschef Josef Ackermann jetzt zeitlich nicht mehr so stark gebunden sei und sich intensiver dem Geschäft widmen könne.

Das Urteil spielte im allgemeinen Marktumfeld am Donnerstag nur eine sehr untergeordnete Rolle, sagte ein Händler. "In einem freundlichen Umfeld hätte das Urteil vielleicht einen kleinen positiven Schub ausgelöst." So aber stünden andere Themen im Blickfeld - etwa die technische Verfassung des Marktes, der mit der Marke 3.800 kämpfe. "Man scheint sich mit einem tieferen Level anfreunden zu müssen", sagte der Händler. Auch die Impulse aus den USA seien für den Markt Besorgnis erregend. An den US-Börsen hatten vor allem die Technologie-Werte Verluste gemacht.

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