Aktie im Fokus
Drohende Pleite schickt Brain-Aktie weiter auf Talfahrt

Die drohende Insolvenz des am Neuen Markt gelisteten Softwareanbieters Brain International hat die Aktien der Firma am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Titel verloren am Morgen ein Drittel an Wert auf inzwischen nur noch 0,40 Euro.

Reuters FRANKFURT. Das Unternehmen hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, der Gesellschaft drohe bald die Zahlungsunfähigkeit, sollten laufende Gespräche mit Investoren nicht kurzfristig Erfolg haben. Brain-Sprecher Uwe Taeger sagte am Dienstag auf Anfrage, die Stimmung im Unternehmen sei angespannt. Es würden Gespräche mit einer Reihe von Investoren geführt. Am Mittwoch wolle der Vorstand die Mitarbeiter über den Stand der Gespräche informieren. Sollte für Brain International keine Lösung gefunden werden, müsse das Unternehmen innerhalb der kommenden Wochen bei Gericht Insolvenzantrag stellen.

Wie es hieß, hat im ersten Halbjahr und insbesondere im zweiten Quartal die allgemeine IT-Marktschwäche bei Brain zu erheblichen Umsatzausfällen im Dienstleistungs- und Lizenzgeschäft geführt. In den USA entwickle sich das Geschäft jedoch positiv. Nach Angaben eines Firmensprecher hat Brain im Juni kein Gehalt mehr an ihre Mitarbeiter in Deutschland gezahlt. Davon seien rund 550 Beschäftigte betroffen. Insgesamt habe Brain International weltweit etwa 900 Angestellte.

Die 1971 gegründete Firma war im März 1999 mit einem Emissionspreis von 42 Euro je Aktie an den Neuen Markt gegangen.

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